„Schnell, ihr Hirten, seid so brav,
schächtet kurz ein lahmes Schaf,
packt auch etwas Käse ein
für das kleine Büblein fein,
lauft dann flugs zur Krippe hin.“

„Was wir haben dort verlor´n?
Ist das Knäblein grad gebor´n,
hat´s noch keinen einz´gen Zahn,
Fleisch und Käse kommt nicht an,
für uns liegt kein Vorteil drin.“

„S´ist nicht für das kleine Kind,
das im Stall dort friert im Wind,
s´wär für Mama und den Mann,
der als Vater gelten kann,
ich jedoch nicht sicher bin.“

„Ist das nicht ein Holzfachwerker?
Da wir wollen keinen Ärger,
Schekel kriegt der mehr als wir,
soll er kaufen halt kein Bier,
sondern meiden Eigensinn!“

„Alles klar, es ist ein Graus,
wie´s bei Mildtaten sieht aus.
Ich such weiter, wutentbrannt,
Könige im Morgenland,
dort lass den Komet ich zieh´n.“

„Lieber Engel, sei nicht bös
wozu machst du das Getös?
Jeden Tag wird irgendwo
wer gebor´n auf Heu und Stroh,
wen soll´s jucken – nehmt´s halt hin!“


© bruddlsupp


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Nicht jeder mag Weihnachten.

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