Montag ist der Tag wo ich am Fluss
liege! Ich trinke Morgens einen Tee.
Fahre dann zur Arbeit. Spaziere
durch die Stadt. Dann kaufe ich
einige Sachen. Lege die in den
Schrank. Gucke in das Paket. Sehe
die Post durch. Bringe den Müll raus.
Höre den Bus. Und lasse das Herz
leben. Und die Boote fliessen durch
Es. Und die Musik. Und das Licht.
Und die Träume. Und ich bin der
Fluss. Durch den die Liebe fliesst!
Dienstag ist der Tag wo ich im Cafe
sitze! Ich höre Morgens das Radio.
Lege die Hemden weg. Staube den
Schrank ab. Gehe dann zum Arzt.
Dann sehe ich mir Läden an. Gucke
nach Hosen. Oder Hemden. Und
Kram. Und gehe dann ins Cafe. Und
lasse den Kopf leben. Und Bilder
gehen durch ihn. Und die Lieder. Und
die Blicke. Und ich bin der Fluss.
Durch den das Leben fliesst!
Mittwoch ist der Tag, wo ich am Fluss
liege! Ich suche Morgens die Hosen.
Gehe dann zum Bäcker. Dann gucke
ich im Internet. Nach billigen Handies.
Nach Laptops. Und Postern. Und setze
mich dann an den Tisch. Und lasse
die Phantasie leben. Und Wiesen gehen
durch Sie. Und Feste. Und Reisen. Und
Märkte. Und Strände. Und Inseln. Und
ich bin der Fluss. Durch den die Kunst
fliesst!
Donnerstag ist der Tag wo ich am
Fluss liege! Ich bügele Morgens die
Hemden. Mache dann das Fenster
auf. Sehe mir den Garten an. Die Strasse.
Die Häuser. Räume die Wohnung auf.
Und lege mich dann auf das Sofa. Und
lasse die Augen leben. Und die Tage
fliessen durch Sie. Und der Himmel
redet mit Ihnen. Und die Blumen. Und
der Mond. Und der Traum. Und ich
bin der Fluss. Durch den die Stunden
fliessen!
Freitag ist der Tag wo ich am Fluss
liege! Ich kaufe Morgens für die
Woche ein. Zeichne dann ein paar
Herzen. Hefte ein Foto an die Wand.
Mache den Tisch sauber. Spüle das
Geschirr ab. Lese dann ein Magazin.
Und höre dem Leben zu. Und lasse
die Ohren leben. Und höre die Autos.
Und die Nachbarn. Und den Lärm
der Baustelle. Und ich bin der Fluss.
Durch den die Zauber fliessen!
Samstag ist der Tag wo ich am Fluss
liege! Ich dusche Morgens. Putze den
Kühlschrank. Mache das Bett. Stelle
die Sachen in das Regal. Und die
Schuhe in den Flur. Wische den
Fussboden. Und die Türen vom
Schrank. Und lasse den Mund leben.
Und rede mit der Pflanze. Und singe
mit dem Fenster. Und lebe mit der
Tasse. Und bin der Fluss. Durch den
die Natur fliesst!
Sonntag ist der Tag an dem ich am
Fluss liege! Ich höre eine CD. Musik
aus der Klassik. Sitze im Sessel.
Denke über das Leben nach. Über
die Tage die kommen und gehen.
Über die Gefühle die zerstören und
helfen Über das Denken das erklärt
und lächelt. Und über die Liebe die
sucht und findet. Und über die
Menschen die helfen und retten.
Und bin der Fluss. Durch den die
Welt redet!
(C)Klaus Lutz
Ps. Am 23.8.2025 um 23:59 Uhr
aauf: "Liebe Ppravda Tv" online
gestellt!
Kommentar:Hi Klaus, nun fehlt noch die Zeit in der Du Dir Gedanken über dieses Forum mit den Hobbydichtern machst und wann und wie Du wieder in Deinem Hirn nach einer neuen "Formel" für ein neues Gedicht suchst. Welche Vorbereitung Du dazu brauchst, sprich, bequem mit Tee oder auch Kaffee oder beim Frühstück oder lässt Du Dich durch die Glotze auch ablenken, oder passiert es durch das Radio usw.
Kommentar:Ja, Klaus, du bist der Fluss und wir auch, wir sind noch tätig. Uns gibt es noch. Wir sind echte Menschen, die schreiben und sich Gedanken machen. Einen schönen anregenden Text schreiben bringt so viel Energie, da gibt es bald eine Überschwemmung - Aber besser als wenn unsere Gehirnzellen eintrocknen und veröden.
Danke dir für diese gute Idee
Angelika
Kommentar:So hast du deine Woche gut durchgeplant, wenngleich gerade beim Schreiben wohl nichts aber auch überhaupt gar nichts planbar ist. Hauptsache man ist im Fluss und es liest sich flüssig, also von daher, prima gelöst dein Tagwerk täglich lieber Klaus.
Bleiben da nur noch die endlos langen Nächte als Kontrapunkte des Tagtäglichem ...
Gerne gelesen schicke ich liebe Grüße in den Abend zu dir! Uschi
Wenn sich etwas über das Leben sagen lässt. Dann sicher nicht mit Worten. Ich habe das noch Zeiten
erlebt wo es keine Psychologen gab.
Keine Therapien. Keine Anti Depressiva. Und wo die Dinge einfach
gelöst wurden. Die Eheleute haben sich mal umarmt. Und geküsst. Ein paar Worte geredet. Und der Paartherapeut war arbeitslos. Und
der Psychologe auch. Die Leute
lassen sich das alles in die Birne
hämmern. Hier ein Problem mit dem
Mist. Dann ein Problem mit dem
Mist. Was mal das normale Leben
war. Heute ist das alles ein Problem.
Das was mal mit einer Umarmung gelöst wurde. Und einem Kuss. Und
ein paar Worten. Das ist heute alles ein Problem. Für ein Heer von Psychologen. Dieses Land ist schon
mindestens dreimal durch therapiert
worden. Und die Masse ist so bekloppt wie noch nie. Dieses Heer
der Versager hat volle Arbeit geleistet.
Wenn die noch einmal über dieses
Land her fallen. Dann kapieren die Leute gar nichts mehr. Das ist der
Wahnsinn was in der westl Welt läuft.
Total kekloppt. Und alles normal.
Um so bekloppter. Um so normaler.
Alles mit Erfolg therapiert. Etwas stimmt nicht mehr. Jede Grossmutter
hat früher die Probleme ihrer Enkel
gelöst. Nach fünfzehn Minuten, waren die Kinder wueder klar in der Birne. Heute dauert das mit Psychologen Jahre. Wo ist der Fortschritt. In der Grossfamilie gab es Weisheit und Wahrheit. Von Grosseltern, Eltern und Kindern. Jahrhunderte von Lebenswissen waren da präsent. Zerstört von einem Fortschritt der im Selbstmord ganzer Nationen endet. Das ist auch jedem Psychologen klar, was in den Wahnsinn treibt. Der Mensch hat keine Wurzein mehr. Keine Heimat.
Nichts mehr. Er gehört nirgendwo hin. Und besitzt nichts mehr
an Wahrheit und Weisheit. Und die Bildungsidiotie gibt ihm den Rest. Totes Wissen. Jobs ohne Leben. Keine richtige Familie mehr. Und der Zombie ist geboren. Und die Psychologen zähmen diesen Zombie. Wissen aber das sie den Mensch nicht retten können. Und das ist das Drama. Denn dafür müssten sie
die Gesellschaft vom Kopf auf die Beine stellen. Und radikale Persönlichkeiten die das verkörpern, diese Wahrheit. Und das auch mit Kompetenz vertreten und durchsetzen können, die fehlen einfach. Es gibt eben nur noch Weicheier im Westen! Dann noch
mal Danke für die Kommentare!
(C)Klaus Lutz
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