Stahlblau ist das Morgenlicht,
mit einem zarten gelben Schimmer,
ganz unten, dort am Horizont
und dann erscheint der Engel – nicht.
Es ist wie eigentlich schon immer.
Der Himmel ist es brav gewohnt.
Der Vater „Schicksal“ sieht uns zu
wie schön wir hier auf Erden morden.
Erfreut er sich denn noch daran?
Der Unverstand kommt auch dazu:
Es überfallen sich die Horden –
verwechselt werden Frau und Mann!
Dann blitzt das Leben auf, es gähnt
das Glück der vielen kleinen Leute –
und überall beginnt die Welt,
die sich in Sicherheiten wähnt,
viel Spaß zu haben mit der Beute,
die nun der Tüchtige erhält…
Das Nirgendwo hat sich verkleidet:
es tritt groß als Erlöser auf,
der dem die krasse Lüge bringt,
der gerne foltert, der erleidet…
Die Sonne zieht den Weg hinauf
bis zum Zenit, wobei sie singt:
„Ich bin die Wollust, die euch trägt!“
Der Chor der wilden Tiere meint:
„Wir ehren dich als Gott-Idol
und wer beherzt frech um sich schlägt,
der ist nicht nur wie er auch scheint –
er steht – im Licht – des Lobes voll!
Die Kälte lockt den Willen, meine Kindlichkeit zu leben,
wenn der Winter seine Pracht mir vor die warme Haustür legt.
Wie ins Geheim, im Stillen, tanzen Flocken mir entgegen,
dass mein pochend [ ... ]