Eine finstere Nacht

© Jens Lucka

Spät auf dem Heimweg durch finstere Straßen
beleuchtet der Mond durch die Zweige den Weg.
Ich schrak vor den Blättern, welch fallend mich trafen.
Die Finsternis wird durch die Stille belegt.

Ich hör meinen Atem im Rascheln des Laubes.
Ein Schleier der Wolken verzerrt Mondes Licht.
Durch die Einsamkeit schleiche ich offenen Auges.
Den Schauer von Kälte spür ich im Gesicht.

Im Tunnelblick seh ich dem Ziele entgegen.
Die Lichter der Häuser, sie greifen nach mir.
Ich fühl, wie die Geister des Schattens sich regen.
Sie flüstern, beschleichen mich greifend vor Gier.

Die Schwere der Beine verwehrt jedes schreiten.
Mein klopfendes Herz legt sich nass auf die Stirn.
Das Heulen von Wölfen beschwört mich von weitem.
Ein eiskalter Schauer befällt mein Gehirn.

Hechelnder Atem und tapsen wird laut.
Das Mondlicht hat wieder die Straße beglückt.
Dann greift es nach mir, eine Stimme vertraut,
reißt den Traumvorhang auf in mein Bettchen zurück.


© Jens Lucka


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Beschreibung des Autors zu "Eine finstere Nacht"

Das Bild, ein Versuch meiner kindlichen Zeichnungskünste. ;-)))

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Kommentare zu "Eine finstere Nacht"

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Sonja Soller   Datum: 27.10.2021 23:10 Uhr

Kommentar: Wow, lieber Jens, ganz toll beschrieben deinen Traum, sehr poetisch.
Kompliment!!

Herzliche Abendgrüße aus dem verträumten Norden, Sonja

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Michael Dierl   Datum: 28.10.2021 1:42 Uhr

Kommentar: Hallo Jens, ja solch Träume haben Gewicht. Nur kann ich mich an meine kaum erinnern. Ich habe für solche Fälle IMMER einen Skizzenblock und Bleistift auf dem Nachtischchen liegen um evtl. Gedanken aufzuschreiben oder schnell zu skizzieren, weil mir des Nachts die besten Einfälle passieren. Wenn ich sie nicht auf diese Weise festhalten kann dann habe ich ein Digtiergerät auf dem ich schnell, im Halbschlaf, was draufsprechen kann. Lohnt sich, aber man ist dann immer so drauf fixiert und dann hat man doch eher einen unruhigeren Schlaf. Wenn man richtig ausgepowert ist kommts auch zur keiner Skizze und zu keiner Notiz. Das geht dann nicht! Wer hart arbeiten muss fällt wie ein Stein in die Falle und wacht erst am nächsten Morgen auf.

Zum Gedicht doll geschrieben und das Bild, warum nicht so anfangen. Meine ersten Bilder sahen nicht viel anders aus. Ich habe im übrigen im letzten Gedicht ein Bild nachgelegt. "Für das Klima tue ich ALLES" Mir war mal nach sowas. Hält natürlich wahnsinnig auf wenn man's so aufwendig macht. Es geht auch einfacher aber das macht mir keinen Spaß!

lg Michael

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Herbert Kaiser   Datum: 28.10.2021 2:48 Uhr

Kommentar: Ein hervorragend geschilderter Albtraum, lieber Jens! Hab 'ne Gänsehaut bekommen...

Lg Herbert

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Soléa   Datum: 28.10.2021 7:38 Uhr

Kommentar: Es ist hier noch dunkel und neblig auch …
und ich sehe mich in deinem geschriebenen Traum.

Liebe Grüße
Soléa

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Karlo   Datum: 28.10.2021 7:43 Uhr

Kommentar: Hallo Jens,
dein Werk gefällt mir sehr gut, eine nahe Beschreibung der Traumwirklichkeit.
LG Karlo

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Alf Glocker   Datum: 28.10.2021 8:39 Uhr

Kommentar: Träumerische Gedanken sind immer wichtig...

LG Alf

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 28.10.2021 11:39 Uhr

Kommentar: Lieber Jens,
Text geheimnisvoll und gut.
Bild: Picasso war auch nicht besser.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Michael Dierl   Datum: 28.10.2021 22:36 Uhr

Kommentar: Hallo Jens, ja, das stimmt was Wolfgang schreibt. Picasso war nicht wirklich nicht besser! Jeder hat so seinen eigenen Strich wie man so sagt. Ist die persönlich Note. Dein Bild, wenn man es auf einen großen Stein malen würde, würde an sehr alte Höhlenzeichnungen erinnern, was ja eine eigene Formensprache hat. In diesen skizzenartigen Zeichnungen beschränkte man sich weitgehend auf den Umriss einer Figur, was auch für eine gemalte Geschichte ausreicht. Es gibt Papier mit Prägung oder es schaut nach aufgerollter Zigarrenschachtel aus. Eine Zeichnung darauf würde dem Karakter dieser Höhlenzeichnung beinahe entsprechen und würde auch zu Deiner Malerei passen. Aber ist nur so eine Idee!

lg Michael

Re: Eine finstere Nacht

Autor: Jens Lucka   Datum: 31.10.2021 21:45 Uhr

Kommentar: Herzlichen Dank ,ihr Lieben für eure mitfühlenden Worte und eure verschmitzten Komplimente meiner ,,Zeichenkunst" zugegen , schmunzel ;-)) Ich werde daran arbeiten. Hihi...

Herzliche Grüße und Küsse euer Jens ;-)

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