Finte

Rein sollen alle Menschen sein
In ihren Adern fließe nur
Die pure Reinheit der Natur
So hebet und lebet dies Gebot
Auf Bruch stehet so der Tod.

In roten Mänteln traut gedrängt um eine Mitte
Ragen kahle Runenhäupter vieler Kehlen Laut
Erstummen jäh auf des Kapuzenmeisters Bitte
Streckend Hand, des Ritus böser Stimmen Haupt

In blutgen Ketten liegend eingesperrt entgegen
Blitzen unter Knirschen hitzge Augen plötzlich auf
Zerfahren kalt als viele Dolche an ihm sägen
Hauchend aus, das dunkle Mal nimmt seinen Lauf

Den Kelch erhoben Rausch mit Grinsen ihn erfasset
Thront er am Altar im Strom der Schüler Flammenbrunst
Versagen nun doch jene Feuerwirbel ihn verlasset
Schlagend auf, im Zeichen so getaner Kunst

Auf Knien wünschten jenes sie nicht zu vernehmen
Fernes Heulen vieler Mäuler hin zum Mondenlicht
Zernaget schier des Abschieds Rache edler Themen
Stimmend ein, zum Schwur als ihrer Herzen Pflicht

Das Blut von ihrem toten Bruder nun getrunken
Wohl bedacht der Meister zu erschließen dessen Macht
Verinnerlicht zum Kampf bereit sich labt in Funken
Hoffnung nährt, oh Wölfe kommt doch diese Nacht

Und wahrlich jagt der Erste über Mann und Mauer
Voller Zorn dem Peiniger zu richten nun sein End
Verfallen blind hinein erfasst von tiefster Trauer
Schnappet zu, des Feindes größter Sieg-Moment

So unbeirrbar dem Gefährten treu nachfolgend
Steigt und frisst und nimmt des Hexers List und Feuerwand
Verrät dies Lichtmoment Versprecher oh verfolgend
Offenbart, verbleibet Asche nur und Sand.


© franzis freedomslair


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Beschreibung des Autors zu "Finte"

Gedicht als Teil einer selbsterfundenen Geschichte

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