Ich liege auf dem Bett. Total am Ende.
Kaputt und ohne Kraft. Zerstört
und ohne Idee. Krank und mit Fieber.
Und denke so mit Galgenhumor.
Und mit Phantasie. Was ist die Wahrheit
vom Leben? Die Kunst? Das Wissen?
Das Glück? Die Erkenntnis? Die
Formel? Der Sinn? Die Reise? Das
Geheimnis? Und denke mir: "Im
Augenblick sind es die Schmerzen!
Und die Tablette die ich brauche!"
Ich stehe am Fenster! Sehe die Welt am
Abend. Den Garten. Die Häuser. Die
Strassen. Die Menschen. Die Autos.
Und das letzte Licht der Sonne. Bevor
sie hinter den Häusern versinkt. Und
frage mich: " Welchen Satz würde ich
gerne malen? Einen Satz mit Phantasie?
Einen Satz mit Liebe? Einen Satz mit
Leben?" Und denke mir: "Im Augenblick
ist es das Konto! Und die Kohle die
mir fehlt!"
Ich gehe durch die Strassen! Höre
Lachen. Und Musik. Und Stimmen. Und
die Strassenlichter gehen an. Und ich
denke über den Tag nach. Ich war
beim Zahnarzt. Im Cafe. Bin am Kanal
spaziert. Leute lagen am Ufer. Federball
wurde gespielt. Hin und wieder sah ich
ein Lächeln. Und dachte an Griechenland.
Das Meer. Die Sonne. Die Strände. Die
Tavernen. Die Freiheit. Und an das Leben,
wenn es liebt. Und der Tag nur schön ist!
Jetzt ist es Nacht! Der Vollmond ist am
Himmel. Die Sterne lachen. Die Stadt
schläft. Das Leben liebt. Die Zeit denkt.
Der Traum tanzt. Das Regal zeichnet.
Ich denke mir Spiele. Worte mit Liedern.
Steine als Palast. Und ein Käfer erzählt
Und ein Floh küsst. Und eine Raupe
spielt. Ich nehme eine Tablette. Trinke
ein Glas Wasser. Sehe das Zimmer. Den
Stuhl. Den Tisch. Das Regal. Den Schrank.
Und bin reich. Habe eine Heimat. Und
schlafe jetzt!
(C)Klaus Lutz
Ps. Am 8.7.2026 um 23:59 Uhr
auf: "Liebe Pravda Tv" online
gespielt!
Heute Nacht fand ich das Gedicht
ist lebendig. Und die Sätze bewegen
sich. Reden und lachen. Und spielen
und tanzen. Und haben Kraft und
Spass. Und wollen leben. Kurze
Sätze. Klare Sätze. Kein Gesülze.
Kein Emotions oder Gedankenmüll.
Eine ganz einfache Beschreibung:
"Des Augenblicks! Des Denkens!
Des Sehens!" Das was gerade "im
Hier und Jetzt" geschieht. Das volle
Leben. Mit ein paar Worten. Ein
Text zu dem die Fehler passen.
Die Kunst zweifelt. Die Phantasie
lächelt. Und jede Sekunde sagt:
"Spiele und Träume!" Und Du bist
vollkommen. Also, denke ich mir:
"Ich ändere nichts!" Und gebe den
Fehlern eine Chance. Und bin
jetzt ganz konzentriert. Jogge mal
um den Block. Nehme das Gedicht
mit mir. Und sehe dann was bleibt.
Wenn die Worte das Leben kennen.
Atme tief durch. Denke an Pizza
und Chianti. Und fühle mich wie
ein Riese. Lege mich auf das Bett.
Und schlafe noch eine Runde.
Und lächle dann in den Tag.
Und tausend Sekunden küssen
mich!
Kommentar:...genau das ist es...
Das pure Leben und pur das, was man ist...
So ein paar Prisen Emotionen würde ich noch dazu tun....
Da, wo das Herz aufmacht und überflutet, vor Freude, Glück, Liebe oder was auch immer. Vielleicht auch Schmerz, Leid, Trauer und so...davon wenn`s geht aber etwas weniger. :)
Da, wo es hüpft, springt oder auch in sich zusammensinkt...
Genau das macht für mich lebendig sein aus...
So ein paar spontane Gedanken zu deinem Text...
Ich bin auf jeden Fall begeistert.
Hab einen Tag mit einer Million küssenden Sekunden,
Anita
Kommentar:"Und bin reich. Habe eine Heimat. Und schlafe jetzt!"
Ein schönes Mantra zum Einschlafen, ich nehme es mit, vielen Dank. :-)
Nur mit den küssenden Sekunden am Morgen habe ich Schwierigkeiten, sie küssen nicht, sie rennen, und das viel zu schnell...
Ein sehr schönes Gedicht, in das ich mich gut hineinversetzen kann.
Liebe Grüße von Susanna
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