Im Garten taumeln Schmetterlinge.
Die Mittagsluft vibriert und glüht.
Man rafft sich auf um manche Dinge.
Der alte Rosenstrauch erblüht.
Beinahe träg schreitet das Jahr voran.
Am Sternenfirmament zu sehen,
in lauer Sommerabendnacht.
Die Perseiden schnell verwehen
und so manch Herz vor Freude lacht.
Man hält Replik wie manches einst begann.
Die Farben gilt es nun zu zählen,
das Rot, das Blau und Gelb dabei.
Vom Garten Früchte reichlichst wählen
und Ernte, die nie einerlei.
Dankbar als ein Geschenk nehms gerne an.
Traurigkeit, die macht sich ganz zart breit.
So rasch, bis manches Blatt dann fällt.
Sommergold, das nur bedingt an Zeit.
Weil in die Tür Freund Herbst sich stellt.
Und fast zu schnell schreitet das Jahr voran.
Aus meinen Monatsgedichten, meiner kleinen Ehrerbietung an den so großartigen Erich Kästner, wobei es natürlich meine Eindrücke wiederspiegelt. An die Kenner der Materie - vielleicht ist es aufgefallen, dass ich lediglich das jeweilige Reimschema Kästners aufgegriffen habe, sozusagen als kleine Spielerei von mir.
Kästner hat auch noch dem dreizehnten Monat ein Gedicht gewidmet, dies habe ich bislang noch nicht geschafft ;-))
Kommentar:Das Leben einfach zu lieben. Das
wäre die wahre Poesie. Die Perfektion wäre dann das Leben richtig zu sehen. Damit würde jeder Blick etwas verändern. Und plötzlich gäbe es nur noch Schönheit. Ohne auch nur einen einzigen hässlichen Tag. Das wäre das Paradies. Ein schönes Gedicht. MfG Klaus
es sind die Zeilen, die sich einfach oftmals aus Stimmungsbildern ergeben. Man braucht sie doch blos festzuhalten, aufzuschreiben und Gedankenschnüre zu verweben. Wären wir, der schreibenden 'Zunft' nicht dem Leben und der Liebe gegenüber aufgeschlossen, wo würden wohl unsere Worte verbleiben? Ist es ein Geschenk oder sollte man es sogar als 'Gnade' bezeichnen, wenn man zu verworten versteht? Als einigermaßen sozusagen spätberufene, was mein Schreiben betrifft, war ich anfangs recht erstaunt was alles da so zutage kommt. Nunmehr ist es zur lieben Gewohnheit geworden, jedoch niemals erzwungen - dies ginge auch gar nicht.
Jedoch sollte man aber auch beachten, dass es sich nicht einfach abstellen lässt.
Man kann die Lyrik nicht wie mit einem Schalter an und aus knipsen und manchesmal kann es auch belastend sein, nächtens aufstehen zu müssen um festzuhalten weil ja ohnehin an schlafen nicht mehr zu denken ist. Aber wem sage ich das wohl, ich glaube, so geht es ganz vielen.
Fein wenn es gefallen hat, ich freu mich über Dein Hiersein.
Kommentar:Liebe Uschi,
wir kennen uns noch nicht so lang, aber ich lese deine Zeilen immer wieder gern. OK, ich bin ein nicht so großer Kenner der Materie. Ich bin Quereinsteiger; bin Medizintechniker (und Hobbymusiker). Ich schreibe realitätsnahe Gedichte und Geschichten. Bei mir können Blumen nicht sprechen, Gott ist mir fremd, die Seele ist eine Handvoll Synapsen im Hirn und das Herz ist nur eine Pumpe. Aber ich habe Lebenserfahrung zu entscheiden, das ist gut und das ist schlecht. Und du und deine Werke sind gut.
Liebe Grüße und viele schöne Abende
Wolfgang
das freut mich jetzt ungemein, die lobenden Worte ohnehin, aber auch deine Antwort was das Cabriofahren betrifft... ;-)) du weißt schon was ich meine.
Ich bin der Poesie verbunden, der Lyrik verfallen und wie ich schon bei Klaus schrieb, als Spätberufene habe ich nunmehr einiges aufzuholen. Es ist beinahe unglaublich für mich, dass seit dem Beginn meines Schreibens über 800 Gedichte und einige Kurzgeschichten entstanden sind. Als hätten sich irgendwelche Tore geöffnet und nun strömt es einfach heraus...
Als ziemlich arge Melancholikerin verfalle ich nur allzuleicht ins Lyrische, da braucht es nur einen schönen Sonnenuntergang wie gerade eben hier bei mir, oder eine aufgeblühte Rose in meinem neu angelegten Garten um die Worte einfach nur vom Wörterstrauch zu pflücken.
Du siehst also, wie unterschiedlich wir in der Herangehensweise des Schreibens sind. Das ist auch genauso richtig und gut, wie langweilig wäre es, wären wir alle völlig gleich getaktet.
Ich finde es großartig, wie hier miteinander umgegangen wird, das ist beileibe nicht selbstverständlich, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Hier ist es ein angenehmes Miteinander und ich wurde mehr als wohlwollend aufgenommen, worüber ich mich überaus freue und dir ein Danke sagen möchte.
Einen schönen Abend zu dir und
herzlich liebe Grüße
Uschi
Einen Tag die Stadt entdecken. In
Cafes sitzen. Mit Leuten reden. Auf
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stöbern. Mit Hemden feiern. Und die
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Du gehst durch die Ränder der Nacht,
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Teil 1: Das Erwachen
I. Der unauffällige Tod
Der Kaffeeautomat in der Küche von Leo Aschenbrenner war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er mahlte die Bohnen mit exakt 62 Dezibel, regelte die [ ... ]
Gar mühsam mich die letzte Nacht begrüßte,
was leider nicht den Schönheitsschlaf versüßte.
Jetzt seh' ich aus wie eine Nebelkrähe,
getraue mich noch kaum in meine Nähe.