Auroras roter Kuss mich weckt,
Sonnenstrahlen noch gefangen,
der Himmel blickt aus trüben Augen,
schleierhaft vom Grau bedeckt.

Das Morgenrot verblasst vor
Scham, löst die warme Hand der Liebe,
verabschieden sich Mond und Stern,
Tränengüsse, Weltgetriebe.

Doch weinet nicht, bis heute Abend,
schick ich euch meine liebsten Grüsse,
der grüne Teppich spürt Verlangen,
schon hat sich Licht im Grad verfangen.

Rosen, Nelken und Gladiolen,
blicken noch nicht ganz der Pracht,
halb geöffent, halb verstohlen,
blinzeln in das Licht, ganz sacht.

Reben ringeln sich um Ulmen,
Efeu flüstert leise, schwach,
haltet euch an Etikette,
Morgentau für die Toilette.

Von Ast zu Ast, von Blatt zu Blatt,
tanzen der Sonne goldene Strahlen.
Des Lebens Feuer ist entfacht,
die Glut ist wieder aufgegangen.


© Jürgen Skupniewski-Fernandez


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Kommentare zu "Guten Morgen"

Re: Guten Morgen

Autor: agnes29   Datum: 25.05.2018 17:25 Uhr

Kommentar: Wunderschöne Zeilen die du geschrieben hast.
Einen Maigruß von mir, Agnes

Re: Guten Morgen

Autor: Ikka   Datum: 26.05.2018 0:15 Uhr

Kommentar: Ein schönes glutvolles Naturgedicht, lieber Jürgen, das ich gerne gelesen habe!
Gruß,
Ikka

Re: Guten Morgen

Autor: Verdichter   Datum: 26.05.2018 17:57 Uhr

Kommentar: Das ist sehr schön, schöne Wortwahl! Gern gelesen!

Gruß, Verdichter

Re: Guten Morgen

Autor: Jürgen Skupniewski-Fernandez   Datum: 26.05.2018 18:08 Uhr

Kommentar: Hallo Zusammen!

Vielen Dank, dass Ihr mein Gedicht gelesen habt. Ich freue mich, dass es Euch gefallen hat.

Viele Grüße

Jürgen

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