Wenn der Himmel weint

© Harald (Tom) Gressel

Wenn der Himmel weint

Ist der Himmel wolkengrau,
kein Sonnenstrahl mag ihn durchdringen,
fällt der Regen, stet und schwer,
als wollte er der Erde singen.

Ohne Hast und ohne Ende
strömt das lang ersehnte Nass.
Blumenkelche öffnen sich,
trinken durstig, Blatt für Blatt.

In den Poren müder Erde
versickern Bäche, dunkelbraun,
jeder Tropfen findet Wurzeln,
lässt verborgenes Leben schaun.

Und die Kinder – voller Freude –
springen durch die Pfützen sacht,
Gummistiefel, spritzend, lachend,
haben sie den Regen angelacht.

Auf den Zweigen baden Stare
im silbernen Himmelsfluss.
Tropfen perlen von den Federn,
jeder Schauer wird zum Kuss.

Lang ersehntes Nass, du Regen,
sinkst in Feld und Flur hinein.
Du erfrischst die durstige Erde
und lässt sie wieder lebendig sein.


© Harald (Tom) Gressel


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Kommentare zu "Wenn der Himmel weint"

Re: Wenn der Himmel weint

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 01.09.2026 16:39 Uhr

Kommentar: Es ist jeder Tropfen nunmehr ein Segen und doch ist es viel zu wenig um auszugleichen was die enormen Hitzetage diesen Sommer in Mitleidenschaft gezogen haben. Du hast es wunderbar vertextet wenngleich ich meiner Erinnerung nach als Kind niemals 'sacht' in Pfützen gesprungen bin sondern mehr mit ordentlich Schmackes ;-))

Gerne gelesen schicke ich liebe spätsommerliche Grüße zu Dir!
Uschi

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