Wir gingen Wege, Stein für Stein,
mal eng, mal weit, mal groß, mal klein.
Doch jeder Schritt, den wir verloren,
hat uns ein Stückchen neu geboren.
.
Die Jahre flogen, leicht und schwer
und manchmal trug uns keiner mehr.
Doch wo ein Schatten sich verfing,
wuchs später still ein Neubeginn.
.
Ein Wort, ein Blick, ein leiser Mut
tat uns im Dunkel manchmal gut.
Und was wir suchten, fand uns dann
in Formen, die kein Mensch ersann.
Jetzt ruft die Zukunft, hell und weit
und schenkt uns eine neue Zeit.
Wir tragen alles, was wir waren,
als Licht in ungezählten Jahren.
So gehen wir — doch nicht allein:
Ein Funke bleibt in jedem Sein.
Und wo wir heute Abschied geben,
wird morgen schon ein Anfang leben.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]