Oh Herr, lass jene Tage werden
die im Nichts der Zeit verrauschen
und lass, mit linkischen Gebärden,
uns, vom welken Küssetauschen,
in dem Bewusstsein still vergehen:
Tick – tack!
Die Uhren werden es uns zeigen
wie die Sekunden froh verneinen,
wo die Gedanken sich verzweigen
und wo wir außen und auch innen,
ganz im Sog der Nacht verwehen:
Tick – tack!
Nur so können wir jetzt erfahren,
wie Weltgeschichte sich erspinnt
und wir werden, mit den Jahren,
die nun für uns verloren sind,
nur den einen Weg begehen:
Tick – tack!
Kommt, wir wollen das Ende feiern,
den Lebensmut zusammenfassen –
wodurch wir noch Legenden leiern,
die uns raten „Bleiben lassen“,
denn wir können nicht bestehen:
Tick – Tack!
Doch dieses ist das Traumziel nicht!
Denn wir erglühen noch im Sehnen,
das zu uns aus Sternen spricht,
wenn sich im All Äonen dehnen…
Nur, verstehen will man eben nicht:
Tick – Tack!
Das Leben und sein Drama. Es gibt
immer arme und reiche Menschen.
So wie es Tag und Nacht gibt. Und
Gold und Blech. Und Ackergäule
und Rennpferde. Und Bäcker und
Schornsteinfeger. Und Nadeln und
Messer. Und Sumpf und Wüste.
Und Wein und Wasser. Und Honig
und Marmelade. Und keine
Revolution kann das ändern. Das
ist die Natur der Dinge. Oder
philosophisch gesagt: Ying und Yang!
Und wer Ying und Yang versteht der
weiss es. Das Leben hat nur einen
Sinn. Und das ist einfach: "Nimm
den Scheiss nicht zu ernst!"
MfG Klaus Lutz
Der alte Mann saß still in einen kleinen Zimmer im Pflegeheim.
In Gedanken blätterte er in ein Album voller Bilder.
Doch es war ihm schwer geworden an Früher zu denken.
Ein [ ... ]