Komm Bruderherz, gib mir deine Hand,
ich will jetzt mit dir die Welt erkunden,
wir beide sind einfach mal weggerannt,
und drehen ohne Eltern unsre Runden.
Lass uns doch vieles miteinander erleben,
schau mal das Taxi mit der kaputten Lampe,
das wird einen großen Strafzettel geben,
Vorsicht, eine Pfütze; egal, rein in die Pampe.
Siehst du den großen Hund dort an der Ecke,
und die schwarze Katze mit nur einem Ohr,
ach, ich so viel Schönes mit dir entdecke,
und wir haben noch gemeinsam soviel vor.
Halt mich ganz fest, ich lasse dich nicht los,
gemeinsam werden wir noch viel erfahren,
aber leider werden wir viel zu schnell groß,
doch vertragen uns in kommenden Jahren.
Wer weiß wohin die Lebenswege uns führen,
ich werde versuchen dich oft zu beschützen,
selbst wenn wir uns aus den Augen verlieren,
unsere Herzen der Beziehung immer nützen.
Kommentar:Ein wirklich schönes Foto, es sagt Vertrauen und Zusammengehörigkeit aus!!
Wunderbar geschrieben lieber Wolfgang, setzt mich in meine Kindheit zurück,
allerdings mit meiner "großen" Schwester. Es waren ganz andere Zeiten, da konnten Kinder noch alleine durch den Ort laufen und auf Entdeckungsreise zu gehen :-))!!
Kommentar:Liebe Sonja, lieber Jens,
herzlichen Dank. Geschwister kann man sich nicht aussuchen; mit den einen klappt's, mit den anderen nicht ...
Auf dem Foto sieht man meine Großnichte mit ihrem Bruder, fotografiert von meinem Neffen in seinem Wohnort Sibiu/Rumänien.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Ja, lieber Wolfgang, das erinnert mich auch an meine Kindheit. Ich war in der Familie die älteste von uns 3 Schwestern. Auch in der Verwandtschaft und in der Nachbarschaft gehörte ich zu den Großen. Ich selbst hatte eigentlich niemanden, der mich mal so an der Hand mitnahm. Auf Fotos steh ich immer da und schau ganz ernst und die anderen vergnügen sich. Aber ich war nicht ganz unzufrieden mit dieser Führungsrolle ;-) LG Angelika
Kommentar:Hi, ja, Geschwister sind doch eine tolle Sache. Ich kenne Menschen die hatten nicht das Glück und waren Einzelkämpfer. Man merkt das auch wenn jemand alleine großgeworden ist. Diejenigen sind doch regelrecht verwöhnt worden und Egoisten. Mit diesen Menschen käme ich nicht zurecht, weil sie irgendwie nicht teilen gelernt haben. Und wenn sie jemanden kennengelernt haben sind sie sehr einnehmend, lassen kaum andere Gedanken zu und es ist ein Kampf mit ihnen gut auszukommen. Das habe ich mehrmals erlebt und da bleibe ich doch lieber bei jemanden der gelernt hat zu teilen, zuzuhören und nicht immer regelrechte Selbstgespräche zu führen. Bild ist sehr schön. Ein ähnliches hätte ich auch! Vielleicht werde ich es mal mit ein paar Zeilen reinstellen!
Kommentar:Lieber Wolfgang, Geschwister sind sich im Leben nicht immer einig, aber in schwierigen Zeiten oder in Problemfällen stehen sie füreinander ein. Das kleine Pärchen auf Deinen Foto hat noch ein langes Leben vor sich, da kann es noch einige Querelen geben. Doch irgendwann herrscht wieder Eintracht. LG Helga
Kommentar:Vielen Dank liebe Helga.
Ja, die beiden werden sich noch oft streiten. Wollen wir hoffen, dass sie sich danach auch wieder vertragen, was in einigen Familien nicht der Fall ist. Ich spreche da aus Erfahrung.
Liebe Grüße Wolfgang
Kommentar:Hallo Heinz Walter,
an deinen bewegenden Worten sehe ich, dass dir mein Gedicht und das Foto gefallen.
Dann fehlt aber doch noch als Lob für Autor und Fotografen ein -Gefällt mir- von dir.
Vielen Dank.
Liebe Grüße Wolfgang
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Geboren und Gestorben
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Wachsen und Schrumpfen
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Dick und Dünn
Schmal und Breit
Hungrig und Satt
Nah und Fern
Innen und [ ... ]
Wann ist es an der Zeit für uns zu gehen,
selbst wenn noch völlig ungewiss wohin.
So wertbefreit manchmal auch jeglich Sinn,
was bringt uns der Versuch es zu verstehen.
Ob beim Schreiben, beim Malen, beim Musizieren, beim Spazieren gehen...
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wenn ich irgendwo in einem "freien Raum" bin,
undefinierbar [ ... ]
Das leere Haus. Im Zimmer der
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voller Bildung. Und alle sind [ ... ]
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