Aufs Kissen gelegt
und ein Buch auf gemacht,
ein Paar Seiten gelesen,
wie ein Märchen zur Nacht.

Ich dreh mich zur Seite,
das Fenster gekippt
und hör aus der Weite
wie ein Singvogel piepst.

Dann fühl ich mich gut
und versinke zur Ruh.
Was sich anschließend tut
scheint wie neues Paar Schuh'.

Ich lass mich verführen,
ein Vorhang geht auf.
Ein Traum will berühren,
doch wer sucht ihn aus?

Bin immer begeistert
und lebhaft dabei.
Hab's meistens gemeistert
doch schnell ist's vorbei.

Wie oft hätt ich Manches
gern weiter geträumt.
Wie oft, was nah dran war
durch's wecken versäumt.

Auch Rotwein und Popkorn
sind nie bei der Hand.
Und Morgens der Zorn,
weil Erinnerung schwand.

Doch wie es auch steht
und wie geht es auch aus,
ist die Bibliothek jedes Traums
mein zu Haus.


© Jens Lucka


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Kommentare zu "Nachtträume"

Re: Nachtträume

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 15.10.2020 21:35 Uhr

Kommentar: Lieber Jens,
dein gefühlvoller Text hilft dem geistigen Kino. Schön geschrieben.
Liebe Grüße Wolfgang

Re: Nachtträume

Autor: Bluepen   Datum: 16.10.2020 9:02 Uhr

Kommentar: Ja so ist das mit den schönen Träumen, von denen ich dir noch recht viele wünsche lieber Jens.

LG - Bluepen

Re: Nachtträume

Autor: Jens Lucka   Datum: 16.10.2020 17:38 Uhr

Kommentar: Ich danke euch und werde mir Mühe geben nur Schönes zu träumen.

Gruß Jens

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