unbelehrbar

Meine Träume sind verflogen,
kein Versprechen, das ewig hält.
Sie gibt sich stachelig, diese Welt,
die ich zu erobern einst war ausgezogen.

Die, die Sonne mir versprach und Licht,
von der ich glaubte, dass sie um mich sich dreht,
zeigte mir, wie die Sonne untergeht
und fegte mir Eiskristalle ins Gesicht.

Kein Hab und Gut blieb mir erhalten
und alle, die ich liebte, sind weit fort.
Nein, die Welt ist kein gelobter Ort!
Das weiß ich heute, als eine von den Alten.

Doch lockte sie erneut mit ihren Versprechen,
ich ließe alles stehen und zöge los!
In meinem Herzen ist die Sehnsucht groß
und Hoffnung ist vielleicht Dummheit
- aber kein Verbrechen.


© Verdichter


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Beschreibung des Autors zu "unbelehrbar"

...und nicht jeder Sonnenuntergang schlecht....

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Kommentare zu "unbelehrbar"

Re: unbelehrbar

Autor: possum   Datum: 11.07.2020 0:58 Uhr

Kommentar: Liebe Verdichter,

dies ist ein tiefgründiges Seelen Gedicht und dann im letzten Absatz verspürt leise diese wundervolle Hoffnung ... und in der Tat ... die Sonne geht auch immer wieder auf, um uns erneut zu erwärmen ...

ich wünsche dir eine Gute Nacht über den Horizont!

Re: unbelehrbar

Autor: Bluepen   Datum: 11.07.2020 9:23 Uhr

Kommentar: Liebe Verdichter,

sehr gut geschrieben und es zeigt gleichzeitig, dass die Hoffnung doch das letzte ist, die stirbt.

LG - Bluepen

Re: unbelehrbar

Autor: Alf Glocker   Datum: 12.07.2020 6:59 Uhr

Kommentar: Immer wieder hoffen -
da bleibt scheinbar alles offen!

LG Alf

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