Dieser Ausruf passt wunderbar zu Deiner Lebensphase, liebes Menschenkind; Du bist vier Jahre alt.
Blödsinn zu machen, gehört immer noch zu Deinen Lieblingsbeschäftigungen; Rügen lassen Dich kalt.
Im Kindergarten gehörst Du zur lila Gruppe, auch wenn Deine Lieblingsfarbe seit Monaten hellgrün ist.
Die anderen Kinder in dieser Gruppe hänseln Dich deswegen oder lassen Dich so, wie Du bist.

...

Die jahreszeitlichen Wechsel interessieren Dich noch wenig; Schnee kennst Du fast nur in der Theorie.
Spielen, sprechen und bestaunen kannst Du ganzjährig; Eislaufen sowie Schlittenfahren gab es noch nie.
Mit dem eigenständigen Fahrradfahren haderst Du noch; Deinen großen Roller liebst Du über alles.
Deine Wildheit ist imponierend und furchteinflößend zugleich. – Den Helm trägst Du für den Fall des Falles.

Menschenskind, was hast Du wieder angestellt? – Der Frosch auf der Wiese muss da bleiben!
Menschenskind, musst Du durch alle Pfützen gehen? – Kannst Du dies nicht einmal vermeiden?
Menschenskind, wie viel Süßigkeiten futterst Du noch in Dich hinein? – Mir wird beim Zusehen übel!
Menschenskind, warum kennst Du keine natürlichen Grenzen? – Zum Erbrechen nimmst Du den Kübel!
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Entnommen aus meinem Gedichtband "Ein Menschenleben lang" (April 2019; Gedicht 8 von 85) - siehe Profilbeschreibung


© John M.A.


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