Blättern wir im Buch des Lebens,
können wir lesen, was einst war,
doch suchen manches wir vergebens,
manche Seiten sind zerrissen - unlesbar.
Um die Vorgeschichte zu ergründen,
entziffern wir jeden Tintenfleck,
doch überschlagen wir die Sünden -
nicht alle Seiten dienen unserem Zweck.
Blättern wir im Buch des Lebens,
lesen wir, was vor sich geht,
doch suchen manchmal wir vergebens,
was zwischen den Zeilen steht.
Nicht alles können wir verstehen,
die Worte können uns verwirren,
wir sehen zwar, wohin wir gehen,
doch ist es leicht, sich zu verirren.
Blättern wir im Buch des Lebens,
werden vieles wir verstehen,
doch unsere Suche ist vergebens,
wollen wir das Ende sehen.
Manches können wir erahnen,
einiges können wir uns denken,
doch in ungeahnte Bahnen,
wird uns die Geschichte lenken.
Blättern wir im Buch des Lebens,
können wir auf uns selber schauen,
doch ist das Lesen stets vergebens,
wenn wir uns nicht zu schreiben trauen.
Noch leer sind viele, viele Seiten,
doch wird dies nicht so bleiben,
und bevor andere uns Leid bereiten,
sollten wir manches selber schreiben.
Sah ich Schuhmacher in Kreisen fahrend in Shanghai,
die Twin Towers in Kuala Lumpur
um Mitternacht mit leuchtenden Augen,
sah Hiroshima in der Frühlingssonne [ ... ]
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Ein warmer Tee. Ein Blick aus dem
Fenster. Ein schönes Zimmer. Ein
gemütliches Sofa. Ein Bild als Geiger.
Gute Laune. Und Gedanken, die bis
zu den Sternen reichen. Und nur ein
Funke an [ ... ]
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Das Wunder des Bebens
Stille im Sitzen
Nur lauschen
Wellenmusik mit Gitarre
Warmer Sand unter den Füßen
Ein Tag stirb
Sonnenuntergang
Und etwas stirbt von dir mit
Sterne weit weg
Und [ ... ]