Bangend ging ich auf die Reise,
folgte blind der Flucht der Wände,
hoffend, dass sie wie Spiralen
mich entließen dann am Ende;
dass ich aus den dunklen Qualen
endlich einen Ausweg fände.

Doch die Wände waren Kreise,
die konzentrisch mich umfingen
und mich ohne Ausweg ließen,
die mich gleich verschweißten Ringen
bis ans Ende fest umschließen.
Nie kann je die Flucht gelingen!


© Peter Heinrichs


1 Lesern gefällt dieser Text.



Beschreibung des Autors zu "Im Turm"

Geschichte einer unmöglichen Flucht

Diesen Text als PDF downloaden



Weitere Lebensgedichte

Das Warten

los lassen

Abhalten!

Feierabend oder rechtschaffen müde

Das unlösbare Rätsel



Kommentare zu "Im Turm"

Re: Im Turm

Autor: Sandro N   Datum: 13.01.2018 8:46 Uhr

Kommentar: Schön, wie du das Reimschema einsetzt, um den Leser im Gedicht zu „fangen“....
Auch das Metrum sehr gleichmäßig, mit einer ähnlichen Wirkung....
Tolles Gedicht!
Gern gelesen.
Gruß, Sandro

Kommentar schreiben zu "Im Turm"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.