Mein Lebensordner der ist bunt
Hat spitze Ecken, ist nicht rund.
Trennblätter gibt´s in allen Farben
und so manche tragen Narben.
Eingeteilt in gut und schlecht.
Farbgetrennt, was falsch und recht.
Schlage ich den Ordner auf,
da gibt es Seiten schon zuhauf.
Das braune Trennblatt trennt die Schmerzen,
und die Geschichten vom verletzten Herzen.
Die Falschheit hab ich mit gelb abgetrennt.
Es gab zuviel,lass es zu vehement.
Dann folgt das Rosenrot der Liebe.
Jeder hofft, dass alles so bliebe.
Am Anfang sind die grünen Seiten.
Die hoffnungsfroh mich jetzt begleiten.
Die letzten Seiten -
sie sind leer.
Wie wird der Inhalt?
Leicht oder schwer?
Werd ich am Ende Spaß noch machen?
Vererbe ich dann noch mein Lachen?
Vielleicht wird irgendwer darin verweilen,
und schreiben ein paar kurze Zeilen.
Das ich ihm hab bei Tag und Nacht
doch meistens immer Freud gemacht.
Was ist am Ende meiner Lebensbahn?
Was werd ich spüren, wenn ich komm dort an?
Ich weiß nicht ob mich reut oder freut.
Aber noch lebe ich
JETZT,
denn heut´ ist heut´!
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu [ ... ]