Alt sein- Na und

Alt sein – na und?
Von Hans Günter Lemke / 04.09.2026

Man wird nicht älter, man wird nur weise,
doch manchmal geht’s nicht mehr so leise.
Die Knie, die knacken, na wunderbar,
man merkt sofort: Das Alter ist doch da.

Die Brille weg, das ist fatal,
man sucht sie schon zum zigsten Mal.
Dann schaut man in den Spiegel rein –
und denkt: „Na klar, da muss sie sein!“

„Ach, früher war ich richtig fit!“
Man erzählt’s gern bei jedem Schritt.
Doch kommt ein Enkel um die Eck’,
ist plötzlich alle Müdigkeit weg.

Und wird man alt, dann ist doch klar:
Man hat viel erlebt, ist wunderbar.
Man nimmt das Leben nicht mehr schwer –
und lacht darüber umso mehr!


© Hans Günter Lemke


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Älter werden nicht so einfach!

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Kommentare zu "Alt sein- Na und"

Re: Alt sein- Na und

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 03.09.2026 16:20 Uhr

Kommentar: ... formidabel verdichtet!
Es soll angeblich nunmehr sogar Senioren Navis geben, die einem nicht nur das Ziel bekanntgeben sondern sogar noch was man dort wollte... ;-)

LG Uschi

Re: Alt sein- Na und

Autor: Hans Günter Lemke   Datum: 03.09.2026 16:30 Uhr

Kommentar: Stimmt!

Re: Alt sein- Na und

Autor: akilegna   Datum: 05.09.2026 17:39 Uhr

Kommentar: Herrlich, Hans Günter, ich erkenne mich wieder in deinem Gedicht: Kniee, Brille und Enkelin - halten mich auf Trab!
Danke, dass du mich erinnerst, dass ich den Humor auf jeden Fall nicht verlieren darf!
Liebe Grüße
Angelika

Re: Alt sein- Na und

Autor: Max Vödisch   Datum: 15.09.2026 10:37 Uhr

Kommentar: Hallo Hans Günter,

schöne Beschreibung. Was mich betrifft, so fühle ich mich manchmal noch wie ein Kind und versuche immer noch den Sternen nachzujagen - siehe mein Gedicht.

Sternenfänger

Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind,
das durch die Nächte jagt im leisen Wind.
Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen,
auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen.

Ein Herz, das seine Kindheit nie verliert,
mit Flügeln aus Papier, vom Abendlicht berührt.
Du greifst nach Sternen, suchst dein kleines Glück,
doch oft führt jede Straße dich zurück.

Erfahrungen fließen wie Wasser bei Nacht,
ein Strom, der nur im Mondeslicht erwacht.
Und wenn die Zeit dir ihren Spiegel zeigt,
siehst du, wie still der Tag sich vor dir neigt.

Trotz all der Schwankungen, die dein Leben kennt,
jagst du den Sternen nach, die niemand nennt.
Manchmal naiv, machst du Fehler wie ein Kind,
das glaubt, dass alle Träume greifbar sind.


Viele Grüße
Max

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