M(ein) Brötchen

© Jens Lucka

Ich sitze hier am Ostseestrand
und freuh mich aufs Gebäck.
Bevor mein Mund das Brötchen fand,
war es auf einmal weg.

Ein Vöglein, riesiger Gestalt,
war flinker meiner Gier
und stahl mein Bissen mit Gewalt,
nun sitz ich ohne hier.

Ich opferte mein letztes Geld,
schmollt nun zum Horizont.
Die Möwe kreischt vom Himmelszelt
und kichert laut betont.

Ich denk an Rache, in mir drin,
obwohl ich friedlich ticke.
Ich schmeiße demnächst Steine hin,
wo ich solch Viech erblicke.

Ich rupf dem Biest die Federn aus
und brat es auf dem Grill.
Dann setz ich mich zum Strand hinaus,
als ob ich's essen will.

Und kommt nun dieser Räuberschwarm
und klaut mir diese Speise,
wird tief in mir der Friede warm,
genugtuender Weise.

Dann blick fern, gen Horizont,
wo leis ein Segel blinkt,
beim Wellenklang, der mich belohnt,
im warmen Sommerwind.


© Jens Lucka


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Beschreibung des Autors zu "M(ein) Brötchen"

Die Möwen sitzen und fliegen wachenden Auges, um den Badeorten und Häfen umher, um den Leuten flux ihre Speisen aus den Händen zu entreißen.
Ein Holzschnitzwerk ihrer gedänken, siehe Foto,
seht in Heringsdorf auf der Insel Usedom, vor einem Gebäude, wenn man zur Seebrücke spaziert.

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Kommentare zu "M(ein) Brötchen"

Re: M(ein) Brötchen

Autor: akilegna   Datum: 04.08.2026 15:29 Uhr

Kommentar: Ist wohl vielen schon passiert, uns auch auf Juist vor vielen Jahren....
Das sind geschickte Räuber und Flieger!
Liebe Grüße in den Norden
Angelika

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