Ich sitze unter einer Weide,
den Tränen nah und voller Schmerz,
und niemand kann ermessen,
was heute bricht in meinem Herz;
mein Liebster hat mich heut` verlassen -
soll ich ihn lieben oder hassen?

In den Bäumen rauscht der Wind,
hat mein Schatz mich auch betrogen,
der Wind hat niemals mich belogen,
denn ich ging durch diese Welt
arglos, wie einst ein kleines Kind.

Wenn ich keinem Menschen traue,
dir, mein Wind, vertrau ich doch,
du bist da, wenn ich dich brauche,
niemals lässt du mich im Stich,
behältst Geheimnisse für dich.


© Helga Grote


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Beschreibung des Autors zu "Wind"

Weidenbaum, Tränen, naiv, Wind, Geheimnis

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