Gemeinsam

© Jens Lucka

Das Licht der Sonne nährt die Welt,
gar innerlich bin ich beglückt.
Gen Wolkenmeer, ins Sternenzelt,
nach oben rührt mich stets der Blick.

Fragend wandle ich der Zeit,
die seit Geburt gegeben,
die Seel und meines Leibes Kleid,
für's Sein ward mir gegeben.

Im Spiegel sucht ich irgendwann
die Gründe, zu erfragen,
weshalb das Leben mich ersann,
mich so der Welt zu laben.

So könnt ich all des Anderen sein,
welch dieser Welt gegeben,
ob Vogel, Lurch ob Käferlein,
ich kam als Mensch ins Leben.

Ich sucht' mir weder Namen aus,
Geschlecht, noch wo ich lebe.
Auf festem Boden aufgetaucht,
sei Vieles mir gegeben.

Fühlen, Denken, Handeln, Planen,
Sprache, Korrigieren.
Und in mir wachsen manche Gaben,
mich diesen zu probieren.

Uns was, wenn ich wer anderer wäre,
woanders auf der Welt?
Ob ich desgleichen gleich begehrte,
unter dem Himmelszelt?

So könnt ich dessen Vieles sein.
Mein Los ist mir gegeben.
So lade ich mir Jedes ein,
gemeinsam hier zu leben.


© Jens Lucka


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Kommentare zu "Gemeinsam"

Re: Gemeinsam

Autor: Jens Lucka   Datum: 15.06.2026 15:08 Uhr

Kommentar: Vielen Dank liebe Kirsten,
so frage ich mich, ob sich wohl jeder einst diese Gedanken macht oder sich zumindest fragt, wie erginge es mir, wenn ich in der Haut des jeweils anderen stecken würde und was würde ich mir in jener Haut von der Welt wünschen und erhoffen?

Liebe Grüße und auch dir einen schönen Wochenstart von Jens

Re: Gemeinsam

Autor: Groti   Datum: 15.06.2026 21:19 Uhr

Kommentar: Ja, lieber Jens, diese Frage nach dem Wieso und Warum hat sich wohl jeder schon mal gestellt, aber wahrscheinlich nie eine Antwort darauf erhalten. Man kann nur spekulieren, wie es wohl wäre, wenn......Aber jeder Mensch ist nun mal so einzigartig in seinem Wesen, wie die Natur es vorgesehen hat. LG sind auf dem Weg zu Dir, Helga

Re: Gemeinsam

Autor: Michael Dierl   Datum: 16.06.2026 16:33 Uhr

Kommentar: Hi Jens,
da schließe ich mich meinen Vorkommentatoren an. Diese Gedanken hat wohl jeder mal gedacht. Warum ich hier und nicht wo anders und das auch noch als Mensch und nicht als Katze, Hund oder Krokodil. Vielleicht müssen wir uns erst als Mensch bewähren und werden irgendwann ein niederes Geschöpf nach der Leistung die wir im 1. Leben an Menschlichkeit hatte. Die Inder glauben ja fest daran deswegen werden selbst Ratten als ehemalige Menschen betrachtet und nicht getötet. Du hast wieder mal ein sehr nachdenkliches Gedicht geschrieben. Ich habe es sehr gerne gelesen und das nicht nur einmal!

lg Michael

Re: Gemeinsam

Autor: akilegna   Datum: 27.06.2026 16:16 Uhr

Kommentar: Hallo Jens, ich schließe mich den anderen an. Eine schöne Schilderung unserer ewigen Fragen und das Bild passt!
Liebe Grüße
Angelika

Re: Gemeinsam

Autor: Jens Lucka   Datum: 29.06.2026 15:48 Uhr

Kommentar: Ihr Lieben
Meinen herzlichen Dank an euch und ganz liebe Grüße..

von Jens

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