Der Feind in meinem Gesicht

© Pixabay

Der Feind in meinem Gesicht


Den Feind in meinem Gesicht, den sah ich im grellen Licht.

Vor einem Spiegel stand ich da, die Verzweiflung, sie war nah.

Er kam über Nacht geschlichen, er ist auch nicht gewichen. 

Auf der Stirne prangte er, ich setzte mich zur wehr. 

Mit Wasser und Seife ging ich voran, doch er blieb einfach dran.

Zwischen zwei Finger, wie eine Zange, quetschte und drückte ich lange, mir wurde, ganz bange.

Groß und Rot, war er zu sehen, er wollte nicht gehen. 

Puder und Pinsel mussten jetzt her, doch es nützte nichts mehr.

Der Tiegel war leer, ich schämte mich sehr.
                                      
Ein Pflaster, das war’s, den Pickel bedeckt, er hat ihn versteckt.

Ich sah’s, ganz langsam, kam der Nächste gekrochen, ich hab es gerochen.


© Inge Skrzybski Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!


4 Lesern gefällt dieser Text.




Unregistrierter Besucher




Kommentare zu "Der Feind in meinem Gesicht"

Es sind noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben zu "Der Feind in meinem Gesicht"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.