Bei dieser Story sprach ich nicht,
blieb trotzdem nicht ganz stumm,
stand auch nicht im Rampenlicht,
und das war gar nicht mal so dumm.

Als alter Sack ist die Verdauung nicht immer optimal,
mitten bei Aldi im Laden fing‘s an zu rumoren.
Der Abgasdruck nicht zu ertragen, so eine Qual,
drehte mich um, in der Nähe keine Ohren.

Dann wurd‘ einer abgeknattert,
normal mache ich sowas nicht.
Hoffentlich hat die Hose nicht geflattert,
oder schlimmer noch: Land in Sicht.

Doch Pech, eine Frau mit Kleinkind kam um die Ecke,
betrat den kontaminierten Bereich.
Schnell weg, bevor ich Verdacht erwecke,
denn sie schnupperte sogleich.

Sie riss ihr Kind hoch und roch am Gesäß:
Jo mei, host AA gemacht, wos is denn dees.
Hob i net, sagte der Kleine und fing an zu heulen,
warum glaubte sie ihm nicht, seine Hose ohne Beulen.

Bei mir fing an ein schlechtes Gewissen zu reifen,
in Zukunft werde ich mir sowas verkneifen.
Die Moral von diesem Gedicht,
ist der Auspuff dicht, passiert sowas nicht.


© Wolfgang Sonntag


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Beschreibung des Autors zu "Gib Gas"

Meine drei Gedichte von gestern, heute und morgen aus der Serie -Die Moral von diesem Gedicht- sind ältere Werke, die ich euch aber nicht vorenthalten möchte.
Ich bitte um Toleranz.

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Kommentare zu "Gib Gas"

Re: Gib Gas

Autor: possum   Datum: 06.02.2019 2:20 Uhr

Kommentar: Aber ja sind wir tolerant lieber Wolfgang ... schmunzel, liebe Grüße!

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