Badefreuden anno dazumal

© Uschi Rischanek

Badefreuden anno dazumal

..es war wohl lauschig damals schon
beim Bade selbst zu zelebrieren
schraubt in die Höh so manch' Hormon
und sich der Liebsten präsentieren.

Errötend folgt er ihrer Spur
und ist von ihrem Ruf beglückt.
Diskret so über manchen Flur
wird er erhört, ist er entzückt.

Auch war so manche alte Wanne
beim Bad zu zweit ganz wunderbar.
Dazu noch Wein aus einer Kanne
da wurden Männerträume wahr.

Darob werde ich hier nun schließen
bevor es wirklich wird frivol,
wenn heut' aus Düsen Strahlen sprießen
fühlt man sich ebenso recht wohl.

© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: PulseBox


© Uschi Rischanek


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Beschreibung des Autors zu "Badefreuden anno dazumal"

"Beim Miteinand in mancher Wanne,
ergötzlich wars schon dazumal.
War sie zu klein für so manch Manne,
der Ausgang vielleicht dann fatal!" U.R.

Die Aufnahme vor Jahren im Wiener Hofmobiliendepot in der Ausstellung eines alten Badezimmers.

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Kommentare zu "Badefreuden anno dazumal"

Re: Badefreuden anno dazumal

Autor: Michael Dierl   Datum: 08.07.2026 15:54 Uhr

Kommentar: Hi Uschi,

ich kenne sie noch die hölzernen Badewannen. Da konnte man zu zweit Platz finden. Als Kinder in der Waschküche, wurde bei uns damals gebadet. Im Winter eine Art Nebel in der Waschküche, weil es draußen bitterkalt war nicht so wie heute. Da hatten man 15° Minus. Das heiße Wasser entnahm man einem riesigen Bottich, mit dem man mit Waschbrett noch die Wäsche wusch. Harte Arbeit für jede Frau. Als wir dann die erste Waschmaschine hatten, war meine Oma erleichtert, denn die konnte das fast schon nicht mehr. Das war die beste Anschaffung, die es wohl für diese Frau gab. Ich spreche von den 60er Jahren. Aber irgendwie war es romantischer, es dauerte auch eine Weile bis ca. über 150 Liter Wasser heiß wurde. Da glühte schon der Ofen auf dem der große Bottich drüber war.

lg Michael

Re: Badefreuden anno dazumal

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 08.07.2026 20:15 Uhr

Kommentar: Hi Michael,

ich denke dieses abgelichtete Badezimmer war wohl damals schon die Luxusversion. Einen Badezimmeroffen gab es noch oft, speziell am Land wo es noch keine Zentralheizung oder moderne Warmwasserbereitung gab. Manchmal denke ich, was wohl unsere 'Altvorderen' sagen würden, wenn sie Luftwärmepumpen, oder Solartechnik oder gar Photovoltaik sehen könnten. Ich denke der technische Fortschritt in den letzten sagen wir mal 50-60 Jahren ist schon gigantisch!

Was eine Hausfrau früher zu leisten hatte, unvorstellbar beinahe heutzutage.

Danke für Dein Reflektieren mit Augenzwinkern und lieben Grüßen zu dir!

Uschi

Re: Badefreuden anno dazumal

Autor: Regina Wey   Datum: 09.07.2026 19:19 Uhr

Kommentar: Liebe Uschi,
ja, das waren damals noch ganz andere Badefreuden und irgendwie auch romantischer, wenn ich mir das Bild so betrachte. Vor allem die geblümten Toilettenschüsseln gefallen mir heute noch.
Als ich noch klein war, hatten wir auch nur diese Steinbadewanne in der Waschküche, in der sonst die Wäsche eingeweicht wurde. Erst einige Jahre später gab es dann eine richtige Badewanne - Freude. Aber es hieß: Nur einmal pro Woche, zu viel baden sei ungesund. Ich glaubte das schon damals nicht ;-)
Liebe Grüße
Regina

Re: Badefreuden anno dazumal

Autor: Uschi Rischanek   Datum: 09.07.2026 20:14 Uhr

Kommentar: Liebe Regina,

bei meiner Oma gab es tatsächlich noch einen Waschtisch, das warme Wasser wurde am Herd erwärmt und an die alte Emailkanne mit der das Wasser von der in Wien sogenannten 'Bassena' am Gang geholt wurde - ein mühsames Unterfangen. Die Bassena gibt es noch immer am Gang, wenngleich nunmehr in jeder Wohnung Wasser und WC eingeleitet sind, ja auch die WCs waren am Gang und im Winter schauderbar kalt. So kalt, dass sogar eine Kerze aufgestellt wurde, damit das Wasser nicht eingefroren war im Winter!!

So ändern sich die Zeiten, glücklicherweise.

Dankeschön mit lieben Grüßen
Uschi

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