Tierischer Interimsfrieden Nr.11
Zum Osterbrauch des Eiersuchens


Huhn und Hase

Ein Huhn legt eifrig frische Eier.
Ein Hase hoppelt entlang einem Weiher.
Als beide sich mal begegnet sind,
erfanden sie eine Verschwörung geschwind.
Unser Huhn hat das Eierlegen Sowas- Von - Satt,
wie der Hase vom ewigen Hoppeln ganz platt.
Zu Ostern wollen Sie ihre Rollen tauschen,
den Hasen zum eierlegenden Huhn aufbauschen.
Der Vorteil für beide ist evident:
Der Hase reüssiert, wo das Huhn jetzt pennt.
So kann unser Huhn regenerieren
und Hase als Huhn sich gerieren.
Doch prahlt unser Hase mit Erzeugermythen,
er wäre in der Lage ein Ei auszubrüten,
verdreht das Huhn die gackernden Augen:
Nicht mal als Hahn würde Hase was taugen.
Und dennoch ist die Charade geglückt.
Alle Menschenkinder sind eiersuchentzückt.


© Wolfgang Karwatzki


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Seit dieser sagenumwobenen Begegnung legt und bring der Hase Ostern die Eier.

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