„Komm her und stirb!“ sagt Gott
und er meint es auch noch ehrlich!
„Du bist das liebste meiner Kinder,
ich hole dich aus deinem Trott!
Dafür bin ich auch streng-gefährlich,
du bist jedoch ein kleiner Sünder.
In meiner Schöpfung lobe ich
was funktioniert und eben kämpft!
Das hab‘ ich grade so beschlossen!
Doch du machst leider keinen Strich,
der meinen Unmut dämpft –
du hast dir nichts erschlossen!
Die Strafe dafür muss jetzt sein!
Du bist verloren, wenn ich will…
Da gibt es nichts zu reklamieren!
Arm ist das Fleisch samt dem Gebein:
Es opfert sich für das Gefühl –
und es hat alles zu verlieren…
die Zuversicht, den Spaß, das Leben.
Nichts weniger – vielleicht nicht gleich.
Das finde ich von Herzen gut!
Die ganze Zeit auf Wolken schweben,
das macht Gesichter dumm und bleich –
und träge fließt das dünne Blut!
Und deshalb stirb!“ – sagt wer??
Der Herr der Zeit – bedeutungsschwer!
Er mäkelt dauernd rum an dir!
Du gibst dich hin, du gibst dich her
und trotzdem kannst du nichts dafür!
Kommentar:Ja Alf,
gut gereimt wie fast immer.
Deine kreative Schaffenskraft ist faszinierend.
Ich mag nur noch hin und wieder . . .
kommentieren, lamentieren, dilettieren, kreieren,
halluzinieren,fantasieren,korrigieren . . .
mach einfach weiter.
Hab ein halbes Jahrhundert gebraucht.
Kann mit 'Gott' überhaupt nix mehr anfangen.
Wie könnte ich jemals?
Kommentar:Jeder hat sein Bild von Gott. Aber nur die Erwählten kriegen das Gedicht über Gott hin. Zwar auch nur
eine Facette seiner universell vielfältigen Facetten. Aber da versagt eben auch bei den Erwählten die Vollkommenheit. Sie tritt in den Schatten des universellen begrenzten Mensch seins. Und wird damit der Mensch mit Grenzen. Die nur nach eins zwei Flaschen Wein fallen. So mein Rat. Wein hat schon vielen kreativen Geistern geholfen. Behalte meinen bescheidenen Lebenstip einfach im Blick. Und habe einen schönen Tag. MfG Klaus
Kommentar:Viele meinen Gott spricht zu ihnen, doch wer oder was ist Gott überhaupt? Wie es aussieht hat Gott viele Gesichter, kann viele Sprachen sprechen, müsste also das Leid auf der Erde sehen und spüren, aber er tut nichts um das Unrecht, das Leid, Mord und Todschlag zu verhindern. Den Menschen den rechten Weg zeigen, ein Miteinander aller Nationen, egal, welche Hautfarbe, welchen Glauben sie haben, das wäre doch mal ein Zeichen. Für mich gibt es keinen Gott, ich komme gut ganz ohne ihn zurecht.
Kommentar:Lieber Alf,
heikles Thema, prägnante Zeilen. Ich mache mir kein Bild von Gott. Wenn man sieht, was auf der Welt passiert, gibt es ihn nicht; oder er hat nicht alle Tassen im Schrank ...
Liebe atheistische Grüße
Wolfgang
Kommentar:Wer auch immer uns holen mag.
Wir sollten unsere Zeit in jeder Rücksicht und Respekt verbringen .
Vielleicht gibt es gar ein Wiederkehren, in deren Welt wir mit den dann lieben Anwesenden ebenfalls zurechtkommen mögen.
Geboren und Gestorben
Leben und Tod
Wachsen und Schrumpfen
Klein und Groß
Weiss und Schwarz
Dick und Dünn
Schmal und Breit
Hungrig und Satt
Nah und Fern
Innen und [ ... ]
Wann ist es an der Zeit für uns zu gehen,
selbst wenn noch völlig ungewiss wohin.
So wertbefreit manchmal auch jeglich Sinn,
was bringt uns der Versuch es zu verstehen.
Es kam mal vor, da kam mir zu Ohr,
ich solle andere Leben achten,
so wie sie es mit meinem machten.
Doch ich war naiv und dachte nicht daran,
dass andere unterscheiden,
wer dazu gehört und [ ... ]