Ich laufe durch
menschenleere Strassen,
jeder Schritt von mir,
schwer wie Blei,
er führt mich immer
weiter fort von dir.
Denke an dich,
sehe dein Gesicht vor mir,
spüre deinen
zärtlichen Händedruck,
gestern noch so vertraut,
verträumt,
verliebt,
über Nacht
alles verändert.
Was ist mit uns geschehen?
Worte,
unbedacht gesagt,
ein Wort gab das andere,
musste das sein?
Du hast deine
Sachen gepackt,
bist einfach gegangen,
wortlos,
ohne ein Adieu,
ein Lebewohl,
ich blieb zurück,
stand da,
wie angewurzelt,
sprachlos,
hab` nichts getan,
nur zugeschaut,
konnte dich nicht aufhalten.
Tage, Wochen,
ziehen sinnlos
an mir vorüber,
kein Zeichen von dir,
als wärst du nie hier gewesen.
Waren denn all
die gemeinsamen Jahre
mit dir
nur ein Spiel,
ein schöner Traum,
oder hab` ich das alles
nur irgendwo gelesen?
Ein Wort hätte genügt,
ein einziges,
von dir,
von mir,
doch niemand tat
den ersten Schritt.
Jetzt ist es zu spät:
was bleibt,
ist Enttäuschung
und Einsamkeit.
Ich setzt mich hin und denke mir,
bring wieder mal was zu Papier!
Ob kluge Zeilen oder dumm,
sag einfach was – sei nicht mehr stumm!
So viel geschieht in dieser Welt,
das nur den wenigsten [ ... ]
Ein Name fällt ins flimmernde Licht,
getragen von Stimmen, doch kennt man ihn nicht.
Ein Flüstern wird lauter, ein Schatten wird groß,
und plötzlich erscheint etwas völlig [ ... ]
Es war nicht besonders schwierig, diesen Raum zu sehen; ein geringer Ruck meinerseits und dann lag er vor mir: der andere Raum, die andere Welt. Sie war in weißes Licht getaucht. Darin gab es viele [ ... ]
Menschen zu berühren,
Menschen mit ihren Gefühlen zu entführen.
Zu sehen, was sie empfinden, ohne sie wirklich zu kennen,
meine Gabe, mich in diesem Spiegel zu trennen.
Das Wasser nagt am morschen Steg,
der Rost frisst stumm am Eisen.
Ein Möwenschrei verliert den Weg
im Grau vergangner Reisen.
Ein Kranarm beugt sich müd und schräg,
als wollte er schweigend [ ... ]