Wenn Himmel splittert
hinter Glas
wenn Angst
mohnrot
in schwarzen Wiesen blüht
wie Krebsgeschwür
möbliere ich
die Einsamkeit
mit Schall
und Rauch
und spuck dem Tod
noch einmal
meine Tränen ins Gesicht

Kristalle
pumpen Euphorie
durch meine Venen
die Nacht
schmeckt fischig
nach Sekret
ich inhaliere
tief und gierig
atemlos vor Schmerz

Hilflose Kinderbeine
stöckeln auf Asphalt
die Lust
hockt lippengrell
in allen Ecken
verhöhnt
meine Vergeblichkeit
mit einem Blick

Aus Wagenfenstern
tropft Testosteron
gefönte Dummheit
hat sich frisch rasiert
der Mond
grinst eitergelb
und schweigt

wohin mit mir ?


© Lagavulin


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