SCHMHERZ
Ich atme und ich sterbe, nur mein Herz weiß es noch nicht.
Es schlägt und pocht, es weint und erfüllt doch seine Pflicht.
Es zittert im Schmerz, weit offene Wunden, verletzt und stark geschunden,
den Rosen beraubt, doch noch mit deren Ranken voller Dornen fest umwunden.

Ich atme und ich sterbe, nur mein Herz es sieht noch Licht.
Es schlägt und pocht, es weint, es fleht, erfüllt doch seine Pflicht.
Es ruft dir zu: vertraue mir, ich glaube, ich liebe, verzag mir bitte nicht,
doch ungehört verhallen seine Worte bevor es im Schmerz zerbricht.

Ich atme und ich lebe, doch ohne Liebe bleibt nur der Schmerz.
Mein Herz, es schlug, es pochte, doch helfen konnte ich
nicht,
seine Taten sind erloschen und mit ihm dann auch sein Licht.

Siehst du es dort liegen, das geschunden und zerstörte Herz?

Es liegt vor dir, sieh es dir an und berichte da wohin du gehst:
Ich atme und ich sterbe, nur mein Herz weiß es noch nicht,
es ist zerstört weil es nur meinte: „Ich erfülle meine Pflicht"


© Eismarder 2016


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Beschreibung des Autors zu "Schmherz"

Nach einer tragischen Trennung inspirierte mich das Schicksal der 300 Spartaner, die im Kampf für Sparta und Griechenland ihr Leben opferte. Eine Gedenktafel erinnert an sie. Ich habe das dichterische etwas in mein Herz aufgenommen und verarbeitet.

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