Sonnenstern

© Nea

Mein liebes Kind, mein Sonnenstern,
Du weißt, ich hab' dich gar so gern.
Da ist kein Grund, jetzt zu verzagen,
Musst nur festen Glauben haben.

Lass' es mich dir so erklären -
Das Leben ist gerecht.
Gott, der alle gleich beschenkt,
Mag dir nun Bürden auferlegen -
Er sorgt für dich, dein ganzes Leben

Bald schon - Deine Zeit wird kommen
Da dein Glück, im Jetzt zerronnen,
Dich einholt und du tausendfach
Entlohnt wirst -
Halt' aus, Halt' durch,
Bleib' hier, Bleib' wach

Unbekümmert Lachen
Im irdischen Garten Eden
Kinder Ringelreihen Tanzen
Ist dir nicht vergönnt.
Aber Kindheit wird stets überschätzt,
Was bleibt dir später noch vom Jetzt?
Erinnert fader Gesternschein

Also halte durch,
Bis zum fernen Morgenrot.
Warte auf die Zukunft,
Willst du nicht lieber dann glücklich sein?

Dann tausendfach gestärkt durch das Entbehren
In Kindertagen auf Kinderbeinen
Geduld in Fleisch und Blut,
In Mark und Bein verinnerlicht -

Sieh nur, es wird leuchten,
Dein helles Licht.
Der hellste Stern, hab' dich so gern.
So fern, so fern

Dies Jahr geht schnell vorbei,
Dann wirst du alles haben,
Wundersam, so fern,
Schlaf ein, schlaf ein -

Träume dir die Zukunft,
Dann mehr Rosen als Näglein,
Träume deine Hoffnung,
Du weißt noch nicht, dass sie dir das Genick bricht.


© Nea


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Kommentare zu "Sonnenstern"

Re: Sonnenstern

Autor: possum   Datum: 30.08.2019 5:10 Uhr

Kommentar: Liebe Nea,
dein Werk stimmt mich sogleich traurig und nachdenklich sowieso,

liebe Grüße!

Re: Sonnenstern

Autor: Nea   Datum: 30.08.2019 10:54 Uhr

Kommentar: Danke liebe possum,
Grüße zurück!

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