Ich schäme mich einzuschlafen,
Neben dir.
Während neben mir
Dein ruhiger Puls es endlich vollbrachte,
Die Frequenz meiner Hormone
Zu bändigen.
Es stört.

Ich war frei,
wie eine streunende Larve
Welche die Kette sucht,
die lang genug ist
um sie am entgleiten zu hindern.

Ich wollte
deine äquatorangepasste Platinkette.

Entpuppte mich als Spinne aus dem Kokon.
Genährt von der massgeschneiderten Schale,
Welche mich umgab.
Ich begehre es,
So undankbar
Die mickrige Fliege
In mir zu haben.

Vor dem Übertritt
durch das Portal des Schlummers
Stell ich mir vor, wie ich sie vertilge,
Obwohl ich täglich mit dir speisen kann
Wie eine Bienenkönigin.
Warum schlüpfte ich ohne gelbschwarze Streifen?

Bindung.
Gebunden an mein Netz,
Gesponnen,
Erhänge
Hänge ich jetzt.
Fäden aus
Lügen,
An dich und mich selbst.

Während ich mich schlafend stelle,
Klopft die Scham weiter
An das Verliess meines Gemüts.
Es sind dumpfe schläge.
Hält man sein Ohr
An das Verrostete Tor
Hört man schmatzende Geräusche.
Das bin ich.
Herfallend über das niedere Geschöpf.

Wenn ich mich nicht täusche,
Ist das einzig wirksame Anästetikum
Die Projektion
Der fruchtbaren Königin
Deren Dankbarkeit und Aufopferungsbereitschaft
Im Netz der Spinne
Nur eine leere Hülle hinterlässt.

Mutation?
Matamorphose?
Oder rede ich mir meine Verfäulnis
parfümiert ein
Um nachts
Tränenfrei im schlafenden Tal
Zu verweilen?


© Z. Jukšinska


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