Kaputt.
Werde ich sein?
Oder bin es gar schon?!

Woher weiß ich, wenn es soweit ist?
Was offenbart mir die qualmenden Trümmer
auf der Resterampe meines Lebens?

Ist es die Panik, die von mir Besitz ergreift?
Der rasende Puls, der zugeschnürte Hals,
die Atemnot, der Schwindel, die Todesangst?

Ist es die Beklemmung scheuernder Fesseln,
unsichtbar, doch straffer als bei Mr. Grey?
Die erdrückende Schwere auf dem Gemüt?

Ist es die tonnenschwere Last auf der Brust?
Die das Herz zerquetscht, in Gegenwart des Peinigers?
Oder gar diese Zeilen, so hilflos verfasst?

Ist es der Unmut, Tag ein und Tag aus?
Die Gleichgültigkeit, die Sinnlosigkeit,
die farblos das Bild der Zukunft skizziert?

Ist es der Dorn der Verzweiflung,
der tief gebohrt jede Handlung lähmt?
Und wacklige Knie, die das Gehen erschwer'n?

Sind es die Worte wunderbarer Menschen,
die Mut und Kraft zusprechen?
Liebevolle Saat auf verdorrtem Grund.

Kaputt.
Werde ich das sein?
Oder bin es gar schon?!


© Alexander Sandmann


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