Auf langen, breiten Wegen
geh ich gemächlich Schritt,
und denke still im Herzen,
was ist das für ein Segen:
Ich bin noch gesund und fit.
Zu beiden Seiten stehen
geschmückte Gräber – ohne Zahl;
die hier einst sind gegangen,
sie ruhen still und sehen
ein kühles, dunkles Jammertal.
Mir ist, als hört ich leise,
manch flüsternd Stimme rufen:
Vergiss die Sorgen, deine Schmerzen,
mach dich bereit zur Reise
zu unbekannten letzten Stufen.
ein schwermütiges und auch wehmutsvolles Gedicht, in das ich gerne eingetaucht bin. Die Endlichkeit an sich, eigenartig wie man sich vermehrt mit ihr befassen mag...
Kann man die eingeschlagenen Wege, die möglicherweise falsch durchschrittenen Türen noch irgendwie korrigieren? Ich denke eher nicht.
Sich über das 'Irgendwann' Gedanken zu machen, nun wer hat dies nicht schon einmal gemacht, doch ist das Frühjahr wohl eher dem Neubeginn zugeordnet glaube ich.
Ein feiner Text von Dir!
Liebe Abendgrüße,
Uschi
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