Es war der Tod, der mir gewahr,
ich sprach mit ihm, ganz wunderbar.
Vollkommen ohne Scheu im Traum,
so losgelöst, von Zeit und Raum.
Er war es auch der heute Nacht,
mir Eisesblumen dargebracht.
Ich sprach zu ihm, hab Dank dafür,
ich fürcht' es nicht was angelacht.
Erzählte ihm von meinem Schmerz,
auch das gebrochen schien mein Herz,
das ich wohl hingab einstmals sehr,
wenngleich Gefühle die nun leer.
Hab keine Angst, müsst einmal gehn,
im Jenseits dann ein Wiedersehn.
So nimm es hin, mein kleines Herz,
bereite ihm nur keinen Schmerz.
Kam es doch nunmehr aus dem Tritt,
zu groß vielleicht so mancher Schritt.
Verzeiht ihr Freunde, bitte Euch,
verzeihet mir, verzeiht nochmal.
Ich wollte noch ein bisschen sein,
verzeihet, wenn ihr nun allein.
Kommentar:Ob wir wollen oder nicht, unser Lebensweg ist nun mal mit so einem Ende vorgezeichnet, liebe Uschi. Traurig, für die, die zurückbleiben, aber vielleicht eine Erlösung für die verblichene Person. Zurück bleiben jedoch, wenn auch wehmütige, Erinnerungen. Mitfühlende Gedanken gehen zu Dir auf die Reise, Helga
ich denke wir von der 'schreibenden Zunft' haben uns wohl alle schon einmal mit dem Thema Tod oder zumindest Endlichkeit auseinandergesetzt. Man kann wohl spekulieren was dann einmal wohl wird sein. Mag sein ein Gedankengang mit zunehmenden Jahren, mag sein, wenn im Umfeld Menschen in hohem Alter ganz eindeutig sagen, an ein Nichts nachher zu glauben, was widerum recht traurig stimmt, mich jedenfalls.
So danke ich Dir fürs Mitfühlen und schicke herzlich liebe Grüße zu Dir.
Heute mit dem Leih-LKW die letzten Dinge hierher geholt, leider frostbedingt nicht alles ausgegraben, was ich eigentlich vorhatte... was solls - das nächste Frühjahr kommt bestimmt und somit auch die Angebote in den Gärtnereien hierzulande ;-))
Uschi
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