Was! Du kennst nicht mal Deinen Todestag,
Du lebst wohl hinterm Mond!?
Heut ist dies doch angesagt,
wann ein Weiterleben sich nicht mehr lohnt!
Schau mal hier, da bin ich schon tot!
Noch frotzelt man, weil noch lange Zeit.
Doch je näher..., man kommt in Not,
dann isses plötzlich so weit.
Deathline-Control, nennst man das,
hat Zukunft, Du willst es nicht gleich wollen.
Zumindest will’s aber Deine Krankenkass’,
sonst fängt sie an laut zu grollen!
Am Handgelenk gibt’s bald einen Chip,
der schreibt ein Protokoll.
Das bekommst Du gar nicht direkt so mit,
aber die Krankenkassen find das toll.
Deine Körperdaten werden ausgelesen,
eine Prognose in die Zukunft gemacht.
Auch Deinen Arbeitgeber mitgegeben,
falls Du’s bald dort nicht mehr schaffst.
Der kleinste Griff zum Alkohol,
oder auch nach Zigaretten.
Eine Ki durchstreift Dich wie Interpol,
und Du bist dann nicht mehr zu retten!
Du gräbst Dir selbst Dein eignes Grab,
peu à peu, so ganz nebenbei.
Wenn Du neigst zum Drogenmarkt,
ganz schnell kann es dann vorbei!
Aber auch ein ganz normales Leben,
wird permanent überprüft.
So will man es heute eben,
es erinnert ein wenig an den TÜV!
Wenn dann der Sterbewecker dröhnt,
den Termin kann man nicht absagen.
Dann weiß Du was die Stunde schlägt,
diese Zeit muss man dann ertragen!
Nutze die Zeit und bereit Dich vor,
das ist alles was Dir bleibt.
Immerhin bleibt man dann kein Thor,
gut zu wissen, wann es ist soweit!
Das ist modernes Leben von morgen,
bis auf die Sekunde alles wird geplant.
Man braucht sich um nix mehr zu sorgen,
das ist doch wirklich mal galant???
Planung ist das halbe Leben,
hat man früher einmal gesagt.
Heute weiß man wann man hat zu gehen,
auch wenn’s einem nicht so toll behagt!
Beschreibung des Autors zu "Durchgeplant von der Taufe bis zu Bare?"
Wer weiß, was sich Techniker und Ingenieure noch so alles einfallen lassen, um den gläsernen Menschen noch gläserner zu machen. Wenn es heute schon Geräte gibt, die den Körper auf Mangel durchleuchten können oder z.B. die Alkoholkonzentration feststellen können, gibt es bald Geräte, die vielleicht eine Lebens-erwartende Prognose in reinen Zahlen darstellen können. Das hab ich mal hier versucht darzustellen und zu beschreiben. Viel Spaß beim Lesen und Gucken!
Kommentar:Hi Wolfgang, Danke für die Blumen. Ja, ich weiß, dass ich ein wenig anders ticke. Ich will mich da nicht rühmen mit. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen ich mit eingeschlossen. Nur in Sachen um 5 Ecken denken, das konnte ich schon immer! Wem einem keine Spielsachen als Kind geschenkt wurde, weil einfach zu arm, habe ich mir das selbst gebaut was ich mir zuvor zeichnerisch vorgestellt habe.
Kommentar:Hallo Alf, ja das freut mich, dass Du Spaß beim Lesen hattest. Ist ja auch eine sehr lustig, delikate Geschichte worüber man sich wirklich bepissen könnte vor lachen! Ja, Totenschädel haben schon was witziges an sich. Den fehlen nur noch die rote Clownnase dann wäre er perfekt. Hier müßte Onkel Gott mal ein Remake machen damit's etwas lustiger wird - gelle! :-)
Kommentar:Hallo Michael, also, du triffst ins Schwarze! Ich glaube, das ist alles gar nicht so utopisch und viele würden jetzt schon mehr viel mehr planen. Das klappt irgendwann mit Sicherheit.
Liebe Grüße
Angelika
Kommentar:Hi Angelika, ja ich danke Dir auch dass Dir das Lachen dabei nicht im Halse steckengeblieben ist. Es könnte so kommen, da gebe ich Dir recht mit! Alles was bisher der Mensch sich in seinen Schädel gesetzt hat hat er verwirklicht. Vielleicht nicht auf ein Jahrzehnt aber so mit der Zeit. Sowas könnte tatsächlich kommen, weil der Mensch ist ein Planungswesen und je besser er etwas kalkulieren kann, desto besser hat er alles im Griff. Es gibt nichts Schlimmeres als Chaos zu haben. Allein deswegen schon! Umsonst, wären die Deutschen nicht Weltmeister in Sachen Bürokratie! Von uns kann man eben lernen, dass man einen Krötentunnel braucht, dessen Kosten scheißegal sind, nur, dass die Kröten durchlaufen können. Das wissen dann auch die Feinde der Kröten und hocken womöglich ganz entspannt im Krötentunnel und wissen, dass es keinen 2. Tunnel gibt. Tja, dann wird die Krötendame von einer Ratte platt gemacht. Soweit denkt man eben nicht den Krötentunnel auch bewachen zu lassen und eventuell auch ein Nottelefon und Licht mit anzubringen. Tja, ich mag keine halbe Sachen deswegen ist das alles nur Augenwischerei. Eine echte Krötenhilfe wäre über die Autobahn zu schweben ohne an die Windschutzscheibe eines LKWs zu klatschen, aber dazu müsste man den Krötenlift bauen und ob der wohl genehmigt wird wage ich zu bezweifeln! :-)
Kommentar:Haha, Michael, da sprichst du was an, worüber ich auch schon gelächelt habe...: Ich arbeitete ja in einer Lungenfachklinik am Stadtrand von Essen. Es wurde ein Anbau geplant und die Intensivstation kam extra in das oberste Stockwerk, denn auf dem Dach war ein Hubschrauberlandeplatz geplant. Diesen gab es bis dahin auf dem Platz, wo nun ein Parkhaus hinkam. Der neue Platz wurde nicht genehmigt weil auf der einen Seite der Klinik Krötenschutzgebiet ist und auf der anderen Seite Vogelschutzgebiet - wir meinten dann: Menschenschutzgebiet muss erst beantragt, nein, ganz neu angelegt werden!!! Echt wahr: Die Hubschrauber müssen am ca. 1km entfernten Krankenhaus landen und die Patienten dann mit dem Krankenwagen zur Klinik gefahren werden. Es handelt sich dabei meist um Beatmungspatienten, die von weiter her zu uns kommen. Meist keine akuten Notfälle. Trotzdem! - So is dat mitti Bürokratie - sacht man hier...
Einen schönen unbürokratischen Sonntag für dich
LG Angelika
Kommentar:Irgendwann steht in der ,,Schrankwand" eine imaginäre Sanduhr, die einem ständig klar macht, keine sinnlose Zeit zu vertrödeln. Und kaum hat man sich hingesetzt, zack ist man schon wieder hoch, um sich noch so Einiges im Leben zu greifen, bevor der Sensemann klingelt. Das wird wohl eher Stressig.
Liebe Grüße von Jens
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