Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit,
der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit.
Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an,
weil im hellen Schein das Werden neu begann.

Das Gold der Sonne bricht sich sacht im kalten Glas,
ein Funkeln fängt sich fern im nassgeschmiegten Gras.
Gesegnet sei die Kraft, die jeden Keim erhebt
und leise durch die Zeit ihr stilles Muster webt.

Das Licht gehört nun mir, ich atme tief und frei,
als ob die schwere Nacht schon längst vergangen sei.
Was gestern noch bedrängte, verliert sich im Gesicht,
denn jeder Herzschlag findet neu sein Gleichgewicht.

Der Morgen ist erwacht, ein unbeschriebenes Blatt,
das für die müde Seele neue Hoffnung hat.
Gepriesen sei der Weg, der vor mir offen liegt,
weil jeder neue Tag den Stillstand in uns besiegt.


© Max Vödisch


5 Lesern gefällt dieser Text.



Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden




Kommentare zu "Das erste Licht"

Re: Das erste Licht

Autor: Michael Dierl   Datum: 30.01.2026 18:49 Uhr

Kommentar: Schön gemacht den Tag, das Licht, einmal auf diese Weise zu betrachten. Schlimm wäre es, wenn es nur noch dunkel bliebe.

lg Michael

Re: Das erste Licht

Autor: Max Vödisch   Datum: 30.01.2026 20:22 Uhr

Kommentar: Danke Michael für den positiven Kommentar!

Liebe Grüße
Max

Kommentar schreiben zu "Das erste Licht"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.