Einst trafen sich der Hass und die Verachtung.
Auf offener Straße zogen sie ihre Bahn
Und stießen plötzlich aneinander.
Der Hass fing gleich zu fluchen an:
„Die Pforte hier – sie ist ganz weit
Und dieser Weg doch gar so breit!
Nun mach doch Platz, geh aus dem Weg!
Man stößt sich an mir unentwegt.“
„Du bist der Stein an den man stößt.
Liegst auf der Straße ganz entblößt.“
- Spricht die Verachtung zu dem Hass
Und macht sich gleich auf was gefasst.
Der Hass dreht sich nun plötzlich um,
Der Weg scheint ihm nun schmal und krumm,
Blickt der Verachtung ins Gesicht -
Sieht sie nunmehr in anderem Licht.
„Ich liebe dich und möchte dich fressen.“
- Spricht er zu ihr nun wie besessen.
Und die Verachtung wird ganz rot.
Sie ringt nach Luft, hat Atemnot.
Sie fällt in Ohnmacht, doch erwacht,
Vom Hass um den Verstand gebracht,
Sie Feuer nun und Flamme ist
Für den, den sie niemals vergisst.
Die Luft hängt schwer,
ein dichter Mantel über Raum und Sein,
Lavendel, Patschuli, Bier – ein Duft, der Schichten trägt,
der sich in Körper mischt, in jede Pore [ ... ]
Ich sitze im Bett! Trinke Tee. Und finde
keine Idee. Ich sehe mich im Zimmer
um. Sehe den Tisch. Mit Tabletten und
Kram. Die Thermoskanne. Den Rollstuhl.
Das Sofa. Den Sessel. Die Lampe. [ ... ]
Sie wollte…,
Sie konnte …,
Sie durfte …,
Und sie wollte immer wieder!
Doch sie konnte nicht!
Durfte sie nicht?
Nein, sie konnte nicht!
Wollte sie nicht?
Doch sie [ ... ]
Ja, ich projiziere.
Ich projiziere auf Menschen,
Die so sind,
Wie ich gerne wäre.
Dann denke ich,
Dass ich so sein würde,
Wenn ich Teil ihres Lebens sein könnte.
Aber was würde das [ ... ]