Ich kannte einen Klassenkameraden,
der hatte so nicht viel zu sagen.
Er wurde getreten, geboxt, geschlagen
und begann sich bald zu fragen,
Wann der ganze Scheiß denn enden wird,
weil seine Seele sonst erfriert.
An allen Tagen in der Woche
konnte er so nicht glücklich sein.
Wegen einem Unterschied zu anderen
musste er alleine sein.
Bitte macht die Augen auf,
sonst nimmt das böse Schicksal ihren Lauf.
Ihr nehmt euch dadurch viel in Kauf,
wenn er gibt sein Leben auf.
Eines schönen Sommertag
nahm er sich sein Leben.
Denn weil ihn keiner mag,
konnte er keinem Freude geben.
An allen Tagen in der Woche
kann so niemand mehr glücklich sein.
Wegen einem verlorenen Leben,
mussten manche sehr viel weinen.
Bitte macht endlich die Augen auf
das ganze nahm einen bösen Lauf.
Ihr fragtet euch, was soll er nützen?
So wollte ihn keiner unterstützen.
Jetzt seht ihr, was passierte,
weil sich keiner interessierte.
Wegen dem ganzen Mobbing-Scheiß
von dem die ganze Klasse weiß,
hatte er seit vielen Morgen
sehr viele große Sorgen.
Warum habt ihr nicht aufgehört?
Das hätte der Polizei sonst nicht gestört.
Ihr seht jetzt, was ihr von habt,
denn auch er war auf seine Art begabt.
Auch wenn das Thema Scheiße ist
Ihr dürft es nicht ignorieren.
Denn wenn ihr jemanden krass disst
kann das Opfer nicht auskurieren.


© Eigentümer des Gedichtes ist Andre Rosenblatt. Kopieren des Textes ist verboten.


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Beschreibung des Autors zu "Macht die Augen auf"

Der Klassenkamerad ist erfunden. Aber leider ist das Thema Mobbing immer noch in vielen Bereichen zu finden. Egal ob Arbeit oder Schule. Immer wieder kommt es zu schweren Fällen, wo am Ende das Opfer in die Klinik gehen muss oder sich das Leben nimmt. Ich hoffe, dass ich mit diesem Gedicht Leute erreichen kann, die Hardcore gedisst und geächtet werden und keinen Mut mehr haben. Auch ich wurde Opfer von Mobbing, aber dies hielt sich in Grenzen.

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Kommentare zu "Macht die Augen auf"

Re: Macht die Augen auf

Autor: Michael Dierl   Datum: 11.06.2021 22:45 Uhr

Kommentar: Solch einen Klassenkameraden hatte ich auch. Der war zudem auch noch recht dick und im Sport, bei unseren sehr überengegierten Lehrer, der jeden zu einem Olympioniten machen wollte, eben eine faule Sau. Eines Tages waren wir draußen auf dem für den Schule eingerichteten Sportplatz. Dort sollten wir 3 km zum warm machen laufen. Kein Problem für mich aber für Kalli, so nannte man ihn. Irgendwann setzte er sich völlig erschöpft auf die Aschenbahn und konnte nicht mehr. Da holte der Lehrer seinen dicken Schlüsselbund und schmiss ihn mit voller Wucht dem Kalli in den Rücken, so dass es schmerzen mußte. Ich war völlig sprachlos und redete mit meinen Klassenkameraden drüber, dass sowas nicht geht. Schnappte mir einige Schulkameraden und bin zum Rektor. Dann war Schluss mit der Erdniedrigung. Dazu braucht man eigentlich keinen Mut nur ein bisschen Courage und Gerechtigkeitssinn. Wehred den Anfängen ist da ein guter Berater bei solchen Sachen, denn es fängt meist mit Kleinigkeiten an. Man will testen ob es in die Gemeinschaft gleiche Meinungen über jemanden gibt, um ihn weiter und mehr zu drangsalieren oder zu moppen. Also Augen auf und Mund auf wenn sowas passiert!

lg Michael

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