"Spieglein, Spieglein
In meinem Luftschloss
Sage mir,
Bin ich, wie ich bin?"

"Nein"

"Wie kannst du es wagen,
Dich den Bedingungen
Meines surrealen Konstruktes
So alltäglich zu widersetzen?
Den Gesetzen meiner Physik,
In welcher ich der Kosmos bin,
Die Gärtnerin,
Die Mutter und der Vater
dich zu entziehen
Und eine aus der anderen Welt
Hergeleitete Realität propagieren?"

"Wer eine Welt erschafft,
Um der parallelen Welt zu entgleiten,
Sollte diese nicht als Spiegellabyrinth designen.
Die Konfrontation
Mit der Reflexion
Zeichnet sich sonst ab.
Welche Regeln du auch malen magst,
Das Bild des Wiedergespiegelten
Hängt fest verankert am pochenden Nagel
In deinem Kopf.
Reflexionen erschafft man nämlich nicht.
Sie existieren einfach."

Ich setze die Krone ab.
Hämmere mit den Fäusten
An die Welt
In meinem Kopf
Nicht mal da
Kann ich das Plastik geniessen.

Schall und Rauch,
- Verwandle dich in Kohle!


© Z.Jukšinska


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Kommentare zu "Belesen und Erlesen"

Re: Belesen und Erlesen

Autor: Wolfgang Sonntag   Datum: 14.03.2019 0:00 Uhr

Kommentar: Hallo Zinaida,
deine Gedichte lenken die Gedanken und Gefühle so tief in die Richtung des Geschehens, dass man sich selbst kneifen muss, um wieder in die Realität einzurasten. Schön, weiter so.
Ach so, erst mal herzlich willkommen hier bei uns. Du bist ja ganz frisch.
Liebe Grüße Wolfgang

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