Die Schatten der Nacht

Nacht für Nacht,
wenn die Finsternis sich senkt
über müde Seelen und Gebeine,
erwacht in tiefen Schatten eine Macht,
die Sehnsüchte in seine Bahnen lenkt
und legt in jedes Herz so schwere Steine.

Einer jeden Seele Weh und Arg
gewinnt in der Dunkelheit an Macht.
Kälte greift nach ihr aus klammer Gruft
als schließe sich der Deckel schon auf ihrem Sarg.
Ist das vielleicht die letzte Nacht?
Ist dies vom Leichentuch der Duft?

Erst mit dem ersten fahlen Licht
weichen auch die letzten Schatten.
Noch ist das Herz so voller Sorgen.
Doch wie jeder morgendliche Glanz verspricht,
vergessen sind bereits die Ängste, die wir hatten,
erwacht mit frischem Mut ein glorreicher neuer Morgen.


© Verdichter


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Kommentare zu "Die Schatten der Nacht"

Re: Die Schatten der Nacht

Autor: Varia Antares   Datum: 13.02.2018 21:24 Uhr

Kommentar: Wie schön es doch ist, wenn nach einer dunklen Nacht die Sonne wieder aufgeht.

Gut geschrieben (wie immer), liebe Verdichter!

LG :-)
Varia

Re: Die Schatten der Nacht

Autor: Ikka   Datum: 13.02.2018 22:16 Uhr

Kommentar: Das Mystische der Nacht in wunderbaren Metaphern eingefangen!
Abendgruß,
Ikka

Re: Die Schatten der Nacht

Autor: agnes29   Datum: 13.02.2018 22:17 Uhr

Kommentar: Beeindruckend dieses Gedicht, hat mir gefallen liebe Verdichter.
Sei lieb gegrüßt Agnes!

Re: Die Schatten der Nacht

Autor: possum   Datum: 14.02.2018 2:36 Uhr

Kommentar: Wow dies ist total wuchtig liebe Verdichter das Bild dazu bringts noch stärker hervor, toll, gerne hier gelesen, ganz liebe Grüße!

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