Das Lachen der Weide

Bei den blauen Vergissmeinnicht
im Garten bleibe ich stehen,
betrachte sie eine Weile.
Die blattlose alte Weide

biegt sich langsam, sie ächzt und knarrt,
und ich lausche ihrer Stimme,
ob sie viel zu erzählen hat?
Es klingt, als würde sie lachen.

Über Nacht wuchsen Lilien,
wie jedes Jahr am selben Platz.
Ich atme, in kleinen Zügen,
die Luft mit meinem Herzschlag ein.

Geweckte neue Lebenslust,
entfernt den alten Kloß im Hals.
Geblieben ist ein Nachgeschmack,
den schlucke ich gleich hinunter.

Angélique Duvier
März 2017

Das Lachen der Weide

© Angélique Duvier


© Angélique Duvier, Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!


10 Lesern gefällt dieser Text.

Unregistrierter Besucher
Unregistrierter Besucher



Unregistrierter Besucher


Unregistrierter Besucher

Diesen Text als PDF downloaden



Weitere Gedichte über Gefühle

Die Geschichte eines Mädchens, das sich einsam fühlte

Herzens Blitzer

Übermäßiger Substanzdosiskonsum.

Ein feines Lied

Der erste Eindruck



Kommentare zu "Das Lachen der Weide"

Re: Das Lachen der Weide

Autor: possum   Datum: 18.10.2017 2:01 Uhr

Kommentar: Gerne reinspaziert in dein wundervolles Werk liebe Angelique, liebe Grüße!

Re: Das Lachen der Weide

Autor: agnes29   Datum: 18.10.2017 21:00 Uhr

Kommentar: Schöne Zeilen von dir, wie gut das die Weide wieder lacht.
Sie wird ihren Grund haben.
LG Agnes

Kommentar schreiben zu "Das Lachen der Weide"

Möchten Sie dem Autor einen Kommentar hinterlassen? Dann Loggen Sie sich ein oder Registrieren Sie sich in unserem Netzwerk.