Mein verlornes Kind,
Deine Tränen verwischt dir der Wind,
Der Wald trägt dein einsames Sein,
Viel zu lang schon stehst du allein!
Keine Mutterliebe, die du verspürst,
Keine warme Hand, die dich berührt,
Kein Vater, der über dich wacht,
Kein Bruder, der gerne mal lacht!
Verstoßen hat man dich in die Nacht,
Der Nebel streichelt dein Haar ganz sacht,
Die Dunkelheit steigt aus dem Schacht,
Sie hat die Nacht in dir entfacht!
Der Glanz deiner Augen ist erloschen,
Die Hände mit fremden Blut begossen,
Du kannst dich selber nicht mehr sehn,
Und willst einfach nur von hier gehen!
Zum schlafen legst du dich nun nieder,
Des schlachtens müde schließt du deine Lider,
Doch öffnen wirst du sie nicht mehr,
Dein Leben fällt, es war zu schwer!
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Erst gestern Morgen hörte ich von dir,
dass du nun fort bist, weit weg von hier.
Die Pläne, kalt und wohl erdacht,
haben dich leise umgebracht.
Ich ging hinaus ins frühe Licht
und schrieb ein [ ... ]
Die Möwe in den Bergen.
Sie fliegt auf Bäume.
Sitzt auf Felsen. Steht am
Fluss. Ist klug. Ist frei. Ist
reich. Hat Macht. Hat Kraft.
Hat Besitz. Aber findet nicht
das Meer.