Beschreibung des Autors zu "Zwischen Dunkel und Licht"
Weihnachten ist ein Moment, in dem die Welt stiller wird —und wir mit ihr .In dieser Stille treten alte Figuren neu hervor. Nicht als Mahnung, sondern als Spiegel. Judas ist eine solche Gestalt. Ein Mensch, der an der Nähe verzweifelte, die er zugleich suchte. Sein Schatten ist ein menschlicher Schatten —und gerade deshalb ein Teil des Lichts, das wir an Weihnachten feiern. Dieses Gedicht öffnet einen Raum zwischen Dunkel und Licht, zwischen Schuld und Verstehen, zwischen dem, was wir verbergen, und dem, was uns dennoch trägt.
Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind,
das durch die Nächte jagt im leisen Wind.
Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen,
auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Die dir sagen, du könntest nicht lieben.
Die dir sagen, du könntest nicht weinen.
Und wenn morgens die Sonne aufgeht,
erkennst du die Wahrheit, weil [ ... ]
Wenn
Der Inhalt einer Seele
Wie bunte Scherben zu Boden fällt,
Dann darf der Boden nicht zu schön sein.
Und es darf keiner daneben stehen,
Der Angst hat
Und das Leben zu ernst nimmt.
Weil [ ... ]