Beschreibung des Autors zu "Weihnacht im Kreis der Worte"
Dieses Weihnachtsgedicht richtet sich an Schreibende als Gemeinschaft.
Es versteht Weihnacht nicht als äußeres Ereignis, sondern als innere Haltung:
als Moment der Sammlung, der Verantwortung und der Rückkehr zum Wesentlichen.
Im Mittelpunkt stehen Sprache, Stille und Verbundenheit.
Worte erscheinen hier nicht als Mittel zur Selbstdarstellung,
sondern als Träger von Sinn, Maß und Hoffnung.
Das Gedicht eignet sich für das SchreiberNetzwerk,
weil es Schreiben als Dienst an der Gemeinschaft begreift:
zuhörend, ordnend, tragfähig – gerade in einer Zeit,
in der laute Meinungen oft das leise Wort verdrängen.
Es lädt dazu ein, das neue Jahr nicht mit mehr Lautstärke,
sondern mit mehr Haltung in der Sprache zu beginnen.
Manchmal fühlst du dich wieder wie ein Kind,
das durch die Nächte jagt im leisen Wind.
Die Jahre werfen Schatten auf dein Gehen,
auf dem weichen Boden bleibt ein leises Auferstehen.
Früh am Morgen,
wenn der Wecker klingelt,
schlafen meine Augen noch
und ich bin in Gedanken,
bei meinem letzten Traum,
der jetzt zerbrochen
vor mir liegt.
Die dir sagen, du könntest nicht lieben.
Die dir sagen, du könntest nicht weinen.
Und wenn morgens die Sonne aufgeht,
erkennst du die Wahrheit, weil [ ... ]
Wenn
Der Inhalt einer Seele
Wie bunte Scherben zu Boden fällt,
Dann darf der Boden nicht zu schön sein.
Und es darf keiner daneben stehen,
Der Angst hat
Und das Leben zu ernst nimmt.
Weil [ ... ]