Beschreibung des Autors zu "Weihnacht im Kreis der Worte"
Dieses Weihnachtsgedicht richtet sich an Schreibende als Gemeinschaft.
Es versteht Weihnacht nicht als äußeres Ereignis, sondern als innere Haltung:
als Moment der Sammlung, der Verantwortung und der Rückkehr zum Wesentlichen.
Im Mittelpunkt stehen Sprache, Stille und Verbundenheit.
Worte erscheinen hier nicht als Mittel zur Selbstdarstellung,
sondern als Träger von Sinn, Maß und Hoffnung.
Das Gedicht eignet sich für das SchreiberNetzwerk,
weil es Schreiben als Dienst an der Gemeinschaft begreift:
zuhörend, ordnend, tragfähig – gerade in einer Zeit,
in der laute Meinungen oft das leise Wort verdrängen.
Es lädt dazu ein, das neue Jahr nicht mit mehr Lautstärke,
sondern mit mehr Haltung in der Sprache zu beginnen.
Einen Tag die Stadt entdecken. In
Cafes sitzen. Mit Leuten reden. Auf
dem Lachen fliegen. In Geschäften
stöbern. Mit Hemden feiern. Und die
Zeit fühlen. Und sehen wie das Leben
gibt.
Du gehst durch die Ränder der Nacht,
wo dein Atem einst schwer war
und jeder Schritt tiefer führte.
Doch ein stilles Leuchten
dringt durch die Risse der Dunkelheit
und öffnet den [ ... ]
Teil 1: Das Erwachen
I. Der unauffällige Tod
Der Kaffeeautomat in der Küche von Leo Aschenbrenner war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Er mahlte die Bohnen mit exakt 62 Dezibel, regelte die [ ... ]
Gar mühsam mich die letzte Nacht begrüßte,
was leider nicht den Schönheitsschlaf versüßte.
Jetzt seh' ich aus wie eine Nebelkrähe,
getraue mich noch kaum in meine Nähe.