Im Grunde sind die Weihnachtszeit und die Raunachtszeit zwei Variationen desselben Themas: der Zeit zwischen dem zu Ende gegangenen Sonnenjahr am 21.12. und dem zu Ende gehenden Mondjahr am 31.12. Die Differenz zwischen dem Sonnenjahr mit 365 Tagen und dem Mondjahr mit 354 Tagen beträgt 11 Tage, die von 12 Nächten eingerahmt werden. Diese Lücke ist kosmischen Ursprungs und wir erleben sie bis heute als ruhende, leere und freie Zeit. Sie ist Last und Chance zugleich, ob wir sie Heilige, Geweihte Nächte (Weihnachten) nennen oder Raunächte, ob wir vom 21.12. bis zum Neujahr rechnen oder vom 24.12. bis 6.1., ob wir einen Weihnachtsbaum aufstellen oder ein Julfeuer entzünden, ob wir Wäsche waschen und aufhängen oder ob wir die Arbeit ruhen lassen. Wir sind es, die das Fest mit Leben erfüllen - oder auch nicht.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Trinke ein Glas Cola mit Milch.
Du suchst den Sinn?
Dann springe vom Sofa drei mal in die Luft.
Vielleicht bleibste ja an der Decke hängen.
Vielleicht bist du ja Spiderman.
Du wirst [ ... ]