Im Dezember, wenn der Schnee das Dorf erstickt,
Ein Klirren durch die stille Nacht sich schickt.
Kein Glockenläuten, nur ein Kettenrasseln,
Das wie ersticktes Lachen durch die Gassen hasselt.
Die Kinder, die nicht fromm, nicht brav gewesen,
Spüren plötzlich in den Betten böses Lesen.
Ein Atem, der nach Tannen und nach Moder riecht,
Und eine Schattengestalt, die dunkel spricht:
"Die Liste lang, die Sünden schwer gewogen,
Ich komme nicht mit Gaben, nur mit Fragen:
Warum den Bruder heimlich habt betrogen?
Warum die Katze in den Schnee getragen?"
Die Birkenrute, welk und kalt wie Eisen,
Streift über Fensterbänke, lässt erbeben.
Im Flur ein Duft von Zimt und altem Greisen,
Die Zeit, in der die Dunkelheit sich regen.
Doch in der groben Hand aus Fell und Klauen
Liegt nicht nur Strafe für die Übeltaten.
Ein Samen keimt vielleicht aus bittrem Schauen,
Wenn wieder kommt die helle Weihnachtspforten.
Der Krampus geht, wie Nebel sich verzieht,
Lässt nur die Lehre, die im Herzen blüht.
Die Ketten leise nachklingen im Stein,
Bis wieder nur der Winterwind schreit: Rein.
In staubigen Archiven, zwischen Namen und Jahreszahlen,
flüstert Geschichte aus brüchigem Papier.
Alte Zeitungen berichten von fernen Tagen
und von Leben, die längst vergangen sind.
Wem gehört die Fantasie?
Seepferdchenkuschelig dehnt sich mein Geist in den Raum hinein.
Mein Geist sitzt am blaumuschelfarbigen Ozean.
Mein Körper sitzt sanft ruhend am kurkumazitronengelben [ ... ]
Ob beim Schreiben, beim Malen, beim Musizieren, beim Spazieren gehen...
Dann, wenn ich ganz "leer" bin, meine Gedanken still stehen,
wenn ich irgendwo in einem "freien Raum" bin,
undefinierbar [ ... ]