Im Dezember, wenn der Schnee das Dorf erstickt,
Ein Klirren durch die stille Nacht sich schickt.
Kein Glockenläuten, nur ein Kettenrasseln,
Das wie ersticktes Lachen durch die Gassen hasselt.
Die Kinder, die nicht fromm, nicht brav gewesen,
Spüren plötzlich in den Betten böses Lesen.
Ein Atem, der nach Tannen und nach Moder riecht,
Und eine Schattengestalt, die dunkel spricht:
"Die Liste lang, die Sünden schwer gewogen,
Ich komme nicht mit Gaben, nur mit Fragen:
Warum den Bruder heimlich habt betrogen?
Warum die Katze in den Schnee getragen?"
Die Birkenrute, welk und kalt wie Eisen,
Streift über Fensterbänke, lässt erbeben.
Im Flur ein Duft von Zimt und altem Greisen,
Die Zeit, in der die Dunkelheit sich regen.
Doch in der groben Hand aus Fell und Klauen
Liegt nicht nur Strafe für die Übeltaten.
Ein Samen keimt vielleicht aus bittrem Schauen,
Wenn wieder kommt die helle Weihnachtspforten.
Der Krampus geht, wie Nebel sich verzieht,
Lässt nur die Lehre, die im Herzen blüht.
Die Ketten leise nachklingen im Stein,
Bis wieder nur der Winterwind schreit: Rein.
Stille, Blätter flüstern einen letzten Gruß
bevor sie sanft zur Erde gleiten.
Es trägt sie ein zärtlicher Wind,
er bittet sie zum Tanz, ihrem letzten Tanz.
Der Mond zerbricht im Teich zu Silberstücken,
Ich schau hinaus mit eingetrübten Blicken.
Wo ist die Liebe? Werd ich einsam sterben?
Mein wundes Herz, es blutet aus den [ ... ]
Ich bin noch am Leben. Heute Morgen liege ich nur im Bett. Denke an Alles und Nichts. Trinke Tee. Warte bis der Tag lebt. Auf den Morgen. Und ich die Bäume sehe. Und den Himmel. Und die Sonne. Und [ ... ]