Ein kahler Zweig im frühen Winterlicht,
scheinbar tot und ohne jeden Segen –
doch wer ihn stellt, der zweifelt leise nicht:
In stillem Wasser kann ein Wunder regen.
Denn wenn nach Tagen zarte Blüten stehen
und Weiß und Rosa durch die Stille brechen,
dann lernt das Herz, das Warten auszusehen
und hört die alten Zeichen stiller sprechen.
So lehren Barbara-Zweige Jahr für Jahr,
dass Hoffnung Wurzeln selbst im Dunkel treibt;
dass jede Kälte nur ein Anfang war,
wenn Mensch und Zeit im Glauben nah verbleibt.


© TIMO ERTEL


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Beschreibung des Autors zu "Die Sprache der Barbarazweige."

Die Barbarazweige sind ein traditioneller Weihnachts- und Adventsbrauch, der am 4. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Barbara, praktiziert wird. In vielen Regionen – besonders in katholisch geprägten Gegenden, Bergbauregionen und alten Handwerkslandschaften – gehört er fest zur Barbarafeier und zur adventlichen Volksfrömmigkeit.

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