Ein kahler Zweig im frühen Winterlicht,
scheinbar tot und ohne jeden Segen –
doch wer ihn stellt, der zweifelt leise nicht:
In stillem Wasser kann ein Wunder regen.
Denn wenn nach Tagen zarte Blüten stehen
und Weiß und Rosa durch die Stille brechen,
dann lernt das Herz, das Warten auszusehen
und hört die alten Zeichen stiller sprechen.
So lehren Barbara-Zweige Jahr für Jahr,
dass Hoffnung Wurzeln selbst im Dunkel treibt;
dass jede Kälte nur ein Anfang war,
wenn Mensch und Zeit im Glauben nah verbleibt.
Beschreibung des Autors zu "Die Sprache der Barbarazweige."
Die Barbarazweige sind ein traditioneller Weihnachts- und Adventsbrauch, der am 4. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Barbara, praktiziert wird. In vielen Regionen – besonders in katholisch geprägten Gegenden, Bergbauregionen und alten Handwerkslandschaften – gehört er fest zur Barbarafeier und zur adventlichen Volksfrömmigkeit.
Das Leben ist ein Geschenk wie eine Wundertüte
Auf dass jeder der dieses Geschenk bekommt es gut hüte
Und wie bei einer Wundertüte jeder ganz schnell merkt
Keiner kann im Voraus wissen was da [ ... ]
Ich trage ein T Shirt, nur so mal zum Schlecken,
um vielleicht irgendwo mein Eis zu entdecken.
Habs immer dabei, für die Spontanität,
falls mein Auge nen cremigen Laden erspäht.
Wenige Hundert Meter. Bis zum Bahnhof. Am Rande der Stadt. Für die alte Frau anstrengend. Die Deichsel des Handwagens drückt. Der klapprige Wagen ruckelt. Auf rauen Gehwegplatten. Poltert. Ihre [ ... ]
Vor langer Zeit
wartete ich
auf die Erfüllung meiner Wünsche.
Erst später spürte ich,
dass meine Erwartungen
nicht durch Andere entstehen,
sondern in mir.
Inzwischen haben sich
meine [ ... ]
Ich öffne das Fenster und schon donnert die Straßenbahn durch das Wohnzimmer. Mit lautem Klingeln durchquert sie den kleinen Raum und reißt alles mit sich, was zu nahe [ ... ]