Die Fronten waren längst zusammengebrochen,
Es waren keine klaren Linien mehr zu erkennen,
Die Strategen hatten sich auch schon verkrochen,
Auf dem Schlachtfeld nur noch schwelendes Brennen.
Alles rannte durcheinander: Stoßen, Quetschen, Drücken, Schieben,
Männer und Frauen flüchteten, ohnmächtig und panisch getrieben,
Kinderbeine stolperten weinend ihren Müttern hinterher,
Welche durch die Kälte irrten, voll beladen, ach so schwer.
Plötzlich von oben herab die Fanfaren!
Verkünden sie das Ende der Macht,
Oder spornen sie, wie in allen Jahren,
An zur letzten Entscheidungsschlacht?
Einige blieben stehen und blickten sehnsüchtig zum Kirchturm rauf,
Und lauschten - kurz nur - denn im hektischen Treiben
Drängten schon die Flüchtenden nach und forderten die Besinnlichen auf:
"Weitergeh'n! Nicht stehen bleiben!"
Mit letzter Kraft entkam ich der marodierenden Menge,
In einem Hauseingang ein Penner schlief,
Vernahm noch Fetzen der Trompeten- und Posaunenklänge,
Bevor auch ich getrieben, endlich wieder weiter lief.
Stille Nacht, heilige Nacht,
Jesu schläft tief,
Nur der Handel, der lacht.
Erstaunt verweile ich im Lauf der Zeit,
betrachte still, was Menschen wichtig nennen;
wofür sie kämpfen, woran sie sich erkennen,
und fordern Anteilnahme, weit und [ ... ]
Einst lebte eine braune, große Stute auf einem wohlhabenden Reitergut. Sie war klug und lernte schnell, was ihr beigebracht wurde. Doch die Stute gehörte einem strengen Herrn, der sie unentwegt [ ... ]
Der Moment, da die Schuhspizen über den Rand einer Klippe ragen , das Mark in den knochen zu gerinnen beginnt und der Geist zwischen Abchied und Heimweh gemeinsame Tränen vermischen, ist der [ ... ]
Ein Schiff aus Nacht, aus Harz und alten Speeren,
getränkt vom Schweigen längst versunk'ner Zeit.
Kein Steuermann – nur Sterne, die nicht kehren,
ein Kranz aus Licht im Kleid der [ ... ]