Im hohen Norden schleicht der Winter,
sein stiller Schatten senkt sich sacht,
verblasst ist schon des Tages Schimmer,
und früher dunkelt`s in die Nacht.

Der Raureif kam auf leisen Flügeln,
ganz heimlich über Nacht,
bedeckte Felder, stille Hügel,
und nahm der Welt die letzte Pracht.

So schnell vollbringt er sein Verwehen,
wo kaum sein kalter Finger streift,
erstarrt sogleich das rege Leben,
wenn er den weißen Mantel schleift.

Er löschte aus die bunten Farben,
der Wind verweht des Laubes Reste,
zurück lässt er so manche Narben,
und haucht im Labyrinth der Äste.


© Helga Grote


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Beschreibung des Autors zu "Erster Frost"

Norden, Winter, Raureif,

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Kommentare zu "Erster Frost"

Re: Erster Frost

Autor: Michael Dierl   Datum: 27.12.2025 22:42 Uhr

Kommentar: Hallo Helga, sehr schön poetisch ausgedrückt. Gern gelesen und es hat Spannung - es kommen Bilder beim Lesen. Das ist die Kraft unseres Planeten. Der erfindet sich immer wieder neu, obwohl man sich schon dran gewöhnt hat aber es ist immer irgendwie anders! Haste prima geschrieben! Werde ich gerade nochmal lesen!

lg Michael

Re: Erster Frost

Autor: Jens Lucka   Datum: 29.12.2025 13:43 Uhr

Kommentar: Diese Bilder mag ich zwar auch, liebe Helga, aber auf den Windhauch würde ich lieber verzichten.
Deine Bilder sind sehr gut schichtbar in deinen Zeilen und bringen ein fröstliches Gefühl ins Gemüt.
So wünsche ich allen eine warme Stube:-)
Euer Jens

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